Bündnis : Rostock wagt mehr Demokratie

Dieses Schild stammt von en Montagsdemos 1989 in Rostock: Lokales Bündnis für ein friedliches Miteinander.
Dieses Schild stammt von den Montagsdemos 1989 in Rostock: Lokales Bündnis für ein friedliches Miteinander.

Hansestadt ruft lokale Partnerschaft ins Leben

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16. März 2015, 15:00 Uhr

Mit dem neuen Bundesprogramm „Demokratie leben. Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ will die Stadt Rostock die Bündnisarbeit für eine lebendige, vielfältige und demokratische Zivilgesellschaft verstärken. Die Kommune erhielt dafür den Zuwendungsbescheid des zuständigen Bundesamts. Fast fünf Jahre stehen damit 300  000 Euro zur Verfügung, um in Rostock eine „lokale Partnerschaft für Demokratie“ zu etablieren. Die Kommune beteiligt sich mit 30  000 Euro.

„In Rostock gibt es zum Glück bereits eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Initiativen, die sich für ein friedliches und tolerantes Miteinander engagieren“, so Senator Dr. Chris Müller (SPD), der die Antragstellung initiierte. Mit der Partnerschaft solle unter Einbeziehung aller Stadtteile zu besserer Vernetzung aufgerufen werden.

Als externe Koordinierungsstelle für die lokale Partnerschaft hat die Stadtverwaltung den Verein „Bunt statt braun“ gewonnen. Müller unterstreicht: „Wir greifen damit auf einen qualifizierten, etablierten Partner zurück, der schon in zahlreichen Rostocker Projekten die Rolle des Koordinators, Moderators und Organisators übernommen hat.“ Das Programm sei eine sehr gute Unterstützung für die Stärkung eines offenen, toleranten und demokratischen Zusammenlebens von Menschen verschiedenster Herkunft.

Für Susann Plant, Geschäftsführerin des Vereins „Bunt statt braun“, kommt der Vorstoß der Stadtverwaltung zum richtigen Zeitpunkt: „Die Pegida-Bewegung hat gezeigt, dass religiös oder rassistisch motivierte Vorurteile bei manchen Menschen immer noch Resonanz finden.“ Braun freue sich daher, dass die Stadt das Bundesprogramm nutzte. „Es bietet uns und anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen in Rostock die Chance, unsere Arbeit für Vielfalt und Toleranz zu verstärken.“

Der Förderzeitraum beginnt im März und läuft bis Ende 2019. Neben Vernetzung und Erarbeitung eines Leitbilds beinhaltet das Programm einen Aktions- und Initiativfonds sowie einen Jugendfonds. Insgesamt 155  000 Euro können so in Rostock bis Ende 2019 in Projekte zur Demokratieentwicklung wie Schülerwettbewerbe fließen.

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