Literatur in der Schule : Schreibend neue Welten entdecken

Vereint für die Literatur: Prof. Tilman von Brand (v. l.), Eyleen Kotyra vom IQ MV, Agnieszka Nyenhuis, Julia Kizhukandayil und Literaturhaus-Leiterin Ulrika Rinke.
Vereint für die Literatur: Prof. Tilman von Brand (v. l.), Eyleen Kotyra vom IQ MV, Agnieszka Nyenhuis, Julia Kizhukandayil und Literaturhaus-Leiterin Ulrika Rinke.

Programm verschafft Schülern und Lehrern alternative Zugänge zur Literatur.

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17. August 2018, 05:00 Uhr

Mithilfe von gestandenen Autoren wollen das Literaturhaus Rostock und seine Partner bei Schülern und Lehrern das Feuer für literarische Werke entzünden. An fünf Schulen in MV gestalten die Profis dazu ein Jahr lang zusammen mit den Deutschlehrern Schreibwerkstätten, erklärt Agnieszka Nyenhuis. Sie leitet das Programm mit dem Titel Weltenschreiber, das die Robert-Bosch-Stiftung initiiert hat und finanziell fördert. Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) MV schießt ebenfalls Geld zu.

„Wir haben renommierte Autoren für das Projekt gewinnen können“, sagt Nyenhuis. Dazu zählen beispielsweise Akos Doma, der mit der Jenaplanschule Rostock zusammenarbeiten wird, oder Jan Peter Bremer, der die Don-Bosco-Schule Rostock zum Partner hat. Im Vorfeld der Zusammenarbeit haben die Autoren jeweils einen persönlichen Brief an „ihre“ Schule geschrieben. Darin erläutern sie Motivation und Beweggründe für die eigene Teilnahme. Bremer erklärt zum Beispiel: „Das Schreiben kann Ressourcen und Erfahrungen in uns aufrufen, von denen wir im alltäglichen Leben nicht das Geringste wissen. Es ist wie eine Spiegelung von einem selbst und gleichzeitig ein fremdes Gegenüber, vor dem man sich auch durchaus erschrecken kann.“ Genau das erhofft sich auch Julia Kizhukandayil von der Robert-Bosch-Stiftung. Sie sagt: „Uns geht es um das freie und eigenständige Denken und Schreiben.“

Am Ende solle die Fähigkeit stehen, selbstreflektiert zu denken und so die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu stärken. Und das nicht nur bei den Schülern, sondern ausdrücklich auch bei den Lehrern aller Schulformen. Für sie beinhaltet das Programm eine zusätzliche Fortbildung, für die sich Interessenten bis zum 7. September unabhängig von den Unterrichtseinheiten bewerben können. Dabei sammeln die Lehrer ein Jahr lang Erfahrungen im erzählenden und lyrischen Schreiben sowie im szenischen Schreiben. Anschließend nutzen sie diese Erfahrungen im Unterricht. „Wir hoffen, dass wir damit einen neuen Zugang zu Literatur schaffen“, sagt Prof. Tilman von Brand von der Uni Rostock. Er begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Internet: http://bit.ly/welten-hro

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