Rostock : Stadtgeschichte auf der Spur

Vor der neuen Countdown-Uhr am Rathaus berichtet Klaus Armbröster vom Kaak.  Fotos: akin
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Vor der neuen Countdown-Uhr am Rathaus berichtet Klaus Armbröster vom Kaak. Fotos: akin

Historischer Rundgang zum 799. Geburtstag der Hansestadt. Mehr als 200 Teilnehmer besuchen 7 Stationen

nnn.de von
26. Juni 2017, 08:00 Uhr

Wer 799 Jahre alt ist, hat eine wechselvolle Geschichte zu erzählen. So wie die Hansestadt Rostock, deren Stadtrechtsbestätigung sich am Sonnabend zum 799. Mal jährte. Anlässlich dieses feierlichen Ereignisses begaben sich über 200 Teilnehmer auf einen Rundgang durch die Vergangenheit der Stadt. Organisiert wurde dieser von der Interessengemeinschaft Historischer Stadtrundgang zum Stadtgeburtstag, die sich aus dem Rostocker Stadtführerverein, dem Verein für Rostocker Geschichte sowie dem Plattdütsch-Verein Klönsnack – Rostocker 7 zusammensetzt. „Die sieben Stationen des Rundgangs orientieren sich an der Reformation, der Geschichte Rostocks und geben einen Vorausblick auf den 800. Stadtgeburtstag im nächsten Jahr“, sagt Klaus Armbröster vom Stadtführerverein, der mit der Resonanz der Interessenten sehr zufrieden war.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Rostocks Stadtoberhaupt Roland Methling (parteilos) in der voll besetzten Petrikirche. „Es ist ein großer Moment, auf den wir ein Jahr gewartet haben. Aber noch größer wird die Freude in 365 Tagen sein, die uns noch vom großen Jubiläum trennen“, sagte Methling, der hofft, dass dann schon etwas vom neuen Petritor zu erkennen ist. Das wäre sicherlich ein Geschenk, über das sich nicht nur die Hansestadt zu ihrem 800. Geburtstag freuen würde. Aber auch so kam Methling nicht mit leeren Händen. Gleich sieben Geschenke kündigte er an: So soll beim Ausgrabungsgelände am Primelberg eine Info-Tafel aufgestellt werden, Rostock will mit den anderen fünf Hansestädten in MV den Mecklenburger Hansebund gründen, zum 800. Stadtjubiläum findet das Konzert Karat meets Classic statt, die Countdown-Uhr zum 800. Geburtstag tickt bereits, es wird einen Jubiläumstaler in Silber und Gold geben sowie eine 20-Euro-Gedenkmünze plus Briefmarke. Außerdem sollen alte Filmschätze gehoben werden, die Rostock zeigen. Vor allem private Aufnahmen, die bis 1990 gedreht wurden, werden dafür gesucht.

Nach der Eröffnungsrede erlebten die Zuschauer eine Aufführung von „Slüters Hochzeit“ in Regie des Plattdütsch-Vereins zusammen mit der Niederdeutschen Bühne Rostock, ehe Pastor Reinhard Scholl mit einem Kurzvortrag in die Zeit der Reformation zurückblickte und die erste Station abschloss. Anschließend ging es für die Teilnehmer zur Hochschule für Musik und Theater, zum Rathaus, der Marienkirche, dem Heiligengeisthof, dem Uni-Hauptgebäude und dem Kulturhistorischen Museum, wo sie mehr über den Kaak – den Pranger –, das Heiligengeist-Hospital samt fünfschiffiger Hospitalkirche oder bedeutdende Theologen der Uni erfuhren.

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