interview : Sumo-Alex spielt den Bösewicht im Tatort

Sumo-Alex mit Fans Lisa (11) und Lina (10): „Ich habe Rostock eine Menge zu verdanken. Die City hat mir immer Kraft gegeben.“
Foto: jwen
Sumo-Alex mit Fans Lisa (11) und Lina (10): „Ich habe Rostock eine Menge zu verdanken. Die City hat mir immer Kraft gegeben.“ Foto: jwen

Rostocker Jung Alexander Czerwinski steht an der Seite von Til Schweiger vor der Kamera

nnn.de von
02. August 2015, 15:00 Uhr

Er war Judoka, Sumo-Weltmeister, American Footballer. Und jetzt startet er auch als Schauspieler so richtig durch. Alexander Czerwinski (46) ist ein Riesen-Typ in jeder Hinsicht. 1,84 Meter groß, 150 Kilo schwer – und mit ganz viel Power. Im Gespräch mit NNN-Autorin Jenny Wendelberger verrät Sumo-Alex, dass er der Bösewicht an der Seite von Til Schweiger im Kino-Tatort „Tschiller außer Dienst“ wird.

Beginnen wir mit dem Kraftsport: Was ist Ihre Motivation bis heute, sich immer wieder aufs Neue zu quälen?
Czerwinski: Sport ist das, was ich am meisten kann. Da fühle ich mich sicher und frei. Ich habe lange bei den Rostocker Griffins Football mitgespielt und hänge noch heute sehr an dieser Mannschaft. Sport ist eben alles für mich, das ist meine Motivation.

Womit verdienen Sie heute Ihr Geld?
Ich betreibe mit meinem Bruder zwei Tankstellen in Rostock. Neuerdings bin ich aber auch schauspielerisch wieder sehr aktiv geworden.

Jetzt werden Sie sogar in dem Kino-Tatort „Tschiller außer Dienst“ an der Seite von Kinostar Til Schweiger (51) spielen – als Bösewicht?
Ja, ich werde einen Bösewicht spielen. Leider kann ich noch nicht alles verraten. Nur eines: Es wird spannend. Ich freue mich tierisch drauf, das wird eine tolle Herausforderung für mich. Aber der stelle ich mich natürlich gerne.

Sie spielen auch in der RTL-Soap „Unter uns“ mit. In welcher Rolle werden wir Sie sehen?
Ja genau! Ich darf leider noch nicht zu viel verraten. Ich werde als Michael Maier einen Ex-Knacki spielen. Ich bin da ein sehr guter Freund von Till Weigel. Die erste Folge wird am 3. August um 17.30 Uhr ausgestrahlt.

Die ersten Rollen übernahmen Sie schon im Jahr 2000. Wie kam es dazu?
Ich bin damals durch Zufall in das Theater Parkaue gekommen. Der Regisseur Manuel Schöbel war von mir begeistert. Ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Es zahlt sich aus. Ich bin jetzt bei der Agentur Actors-Garden, die mich betreut und ziemlich glücklich macht.
Rückblick: 2014 erschien Ihre Lebensgeschichte „Sozialismus – Skinhead – Sumo“. Welches Anliegen habe Sie mit dem Buch verfolgt?
Ich habe sehr lange nachgedacht, ob ich das machen soll oder nicht. Der Autor des Buches, Lothar Berg, kam auf mich zu und meinte: Mensch Alex, deine Geschichte ist außergewöhnlich. Die ist spannend. Mir selbst war nie bewusst, dass mein Leben auch andere interessieren könnte. Aber das hat es. Das freut mich immer noch sehr.

Sie sind mit Leib und Seele Rostocker. Was finden Sie so toll an Ihrer Stadt?
Ich habe Rostock eine Menge zu verdanken. Die City hat mir immer Kraft gegeben. Ob Höhen oder Tiefen, die Stadt war bei mir. Ich habe hier meine Freunde und Familie, die ich nicht missen möchte. Wenn ich mal länger weg bin und auf der Autobahn schon Rostock sehe, wird mir warm ums Herz. Die Hansestadt ist meine Heimat. Ohne Rostock wäre ich nicht das, was ich heute bin.

Gibt es ein Ziel, das Sie unbedingt noch erreichen wollen?
Ich möchte auf jeden Fall schauspielerisch weiter machen. Es macht mir unglaublich viel Spaß, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Mein Ziel ist es, jetzt so richtig durchzustarten.

…und wie leben Sie privat?
Ich habe eigentlich relativ wenig Freizeit. Wenn dann doch mal Zeit sein sollte, spiele ich gerne zu Hause entspannt Xbox. Das ist für mich so eine Art Ausgleich. Außerdem treibe ich zehn bis zwölf Stunden in der Woche Kraftsport. Momentan habe ich leider keine Freundin, bin aber ein totaler Frauen-Fan (schmunzelt). Ich habe ja meinen kleinen Mops, mit dem ich mein Bett teile. Ich esse sehr eiweißhaltig, bin aber auch eine kleine Naschkatze. Ich gönne mir einmal am Tag was Süßes, zum Beispiel Kuchen oder Schokolade.
 

Der Kino-Tatort „Tschiller außer Dienst“ mit Til Schweiger und Sumo-Alex soll am 25. Februar 2016 auf die Leinwand kommen.

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