Trotz Kälte: Die Bauleute arbeiten tapfer weiter

Bei Suchschachtungen: Steffen Golbig von Asa-Bau mapp
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Bei Suchschachtungen: Steffen Golbig von Asa-Bau mapp

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18. Januar 2013, 09:16 Uhr

Warnemünde | Sie ernten oft mitleidige Blicke: die fleißigen Bauarbeiter, die bei den Minusgraden auf den Warnemünder Baustellen ihre Arbeit verrichten müssen. Steffen Golbig von der Firma Asa-Bau gehört zu diesen tüchtigen Männern, die an der Ecke zwischen Kirchenplatz und Anastasiastraße im Auftrag der Eurawasser mit Suchschachtungen beschäftigt sind. "Wir erkunden, welche Leitungen unter der Erde verlaufen, das ist eine Vorarbeit für die Sanierung des Regenwasser- und Schmutzwassersammlers", sagt Gordon Konschak, Niederlassungsleiter der Firma Asa-Bau. "Wir liegen momentan noch im Zeitplan, allerdings darf es nicht kälter als minus sechs Grad werden, dann müssen wir eine Pause einlegen", so Konschak. In diesem Fall wird das Loch an der Kreuzung geschlossen, damit es wieder befahren werden kann. Eine noch größere Dimension hat die Baustelle in der Kirchenstraße / Ecke Alexandrinenstraße. Die ist für Passanten oft so interessant, dass viele länger am Bauzaun verweilen, um die Arbeiten direkt von einem "Logenplatz" aus zu verfolgen.

Technisch interessierte Passanten verfolgen das Geschehen

Die Eurawasser saniert hier im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasser-Verbandes im Bereich zwischen Kirchenplatz und der Straße Am Strom die vorhandene Freigefällekanalisation und deren Anschlussleitungen. Das geschieht in offener Bauweise und ist für viele Zuschauer faszinierend. Denn hier sind auch Vorrichtungen zur unterirdischen Absperrung der Regenwasserkanäle erforderlich. "Neben diesen Sanierungsmaßnahmen der Eurawasser Nord GmbH werden gleichzeitig die Fahrbahn, Entwässerungsrinnen, Borde und Gehwege der Kirchenstraße durch das Tief- und Hafenbauamt erneuert", sagt Gabi Kniffka, Sprecherin der Eurawasser. Wer das schöne Fachwerkhaus aufmerksam betrachtet, kann beobachten, dass dort am Giebel vorbeugend ein Holzbrett vor dem Fachwerk helfen soll, Schäden zu verhindern.

In der Kirchenstraße gibt es einen 175 Meter langen Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern sowie 17 Hausanschlüsse dafür. "Dieser Regenwasserkanal, der einen Großteil von Warnemünde durch die Kirchenstraße in Richtung Alter Strom entwässert, muss aus hydraulischen Aspekten im Durchmesser von 60 Zentimeter auf einen Meter erweitert werden", erklärt Kniffka. Zu den 175 Metern kommen noch kleinere Abschnitte, die deutlich kürzer sind und eine andere Durchmesserzahl haben. Beim 190 Meter langen Schmutzwasserkanal ist es nicht nötig, dieser wird im vorhandenen Durchmesser erneuert. Die alten Leitungen für Regen- und Schmutzwasser werden danach stillgelegt. "Die derzeitigen Witterungsverhältnisse sowie der hohe Grundwasserstand erschweren die Arbeiten", sagt Kniffka. "Trotzdem setzt die Firma Asa-Bau alle techischen Möglichkeiten ein, um dem geplanten Baufortschritt gerecht zu werden.

Zum Saisonstart pausiert die Kanalsanierung vorerst. Ende September geht es dann wieder weiter an diesem Areal zwischen der Kirchen- und Alexandrinenstraße. Bis zum Ende dieses Jahres soll dieses Bauvorhaben beendet sein.

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