Warnemünde : Senator stoppt Planungen für den Radweg Parkstraße

von 26. Juni 2020, 17:30 Uhr

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Die gesamten Planungen für eine Erweiterung des Radweges in der Parkstraße in Warnemünde will Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) mit dem Ortsbeirat neu denken.
Die gesamten Planungen für eine Erweiterung des Radweges in der Parkstraße in Warnemünde will Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) mit dem Ortsbeirat neu denken.

Holger Matthäus (Grüne) plant ein neues Mobilitätskonzept für das Ostseebad.

Warnemünde | Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat beschlossen, die Planungen für den Geh- und Radweg in der Warnemünder Parkstraße in seiner jetzigen Form nicht umzusetzen. Das teilte er am Freitag in einem Schreiben an den Ortsbeiratsvorsitzenden des Ostseebades, Werner Fischer (Linke), mit. Der fahrbahnbegleitende Radweg in der Parkstraße sollte verbreitert werden, zu dessen Gunsten 110 Bäume fallen sollten. Das Vorhaben hatte in den vergangen Monaten für heftige Diskussionen im Ortsbeirat gesorgt, als auch zur Gründung der Bürgerinitiative Rettet den Küstenwald geführt. Lesen Sie auch: Kampf um Bäume in der Parkstraße geht weiter Ende Januar hatte die Stadt die Fällungen zunächst aussetzt. Gespräche mit Ortsbeirat und Initiative folgten. Ein Antrag der CDU/UFR-Fraktion der Bürgerschaft hatte jüngst in der Straße Tempo 30 gefordert, um eine Fällung der Bäume zu verhindert. Nun will Matthäus die Problemlage neu bewerten. Lesen Sie auch: Tempo 30 in der Parkstraße soll Küstenwald retten Mobilität des Ostseebades soll ganzheitlich betrachtet werden "Es ist an der Zeit, gemeinsam mit Ihnen ein neues Mobilitätskonzept für das Seebad Warnemünde zu entwickeln", heißt es im Schreiben des Senators. So wolle Matthäus die Planungen für den Radweg in der Parkstraße zusammen mit anderen Einzelmaßnahmen im Ostseebad ganzheitlich betrachten. Dazu gehören unter anderem der Bau der Verlängerung Mecklenburger Allee, der Umbau des Verkehrskreuzes am Ortseingang der Bundesstraße 103 oder der bevorstehende Einsatz von zwei Elektrobussen sowie die Bebauungspläne für Molenfeuer, Mittelmole und Rohrmann'sche Koppel. Lesen sie auch: Rathaus nimmt neuen Anlauf für Bebauung der Mittelmole "Ich werde das neue Amt für Mobilität damit beauftragen, hier eine Zielstellung und einen Handlungsrahmen zu formulieren", schreibt Matthäus. Diese wolle er zu gegebener Zeit im Ortsbeirat besprechen, heißt es im Schreiben. Ortsbeirat zeigt sich hoffnungsvoll "Das ist sehr positiv, dass die Verwaltung das ganzheitlich angehen will", teilte Ortsbeiratsmitglied Stephan Porst (Grüne) am Freitag auf Anfrage mit. Denn die Erneuerung des Radweges auf einer Strecke von 900 Metern dürfe nicht als Einzelmaßnahme gesehen werden. Es sei grundsätzlich darüber nachzudenken, wie der Radverkehr in der gesamten Parkstraße zukünftig geführt werden soll. Die Entscheidung, die Planungen neu zu denken, stimme ihn hoffnungsvoll, so Porst....

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