Warnemünde : Tempo 30 in der Parkstraße soll Küstenwald retten

Katrin Zimmer von 09. Juni 2020, 22:02 Uhr

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In Spitzenzeiten nutzen täglich 8500 Radfahrer den Weg an der Parkstraße in Warnemünde, heißt es vonseiten der Stadt. Gleichzeitig sind dort etwa 6000 Pkw unterwegs.
In Spitzenzeiten nutzen täglich 8500 Radfahrer den Weg an der Parkstraße in Warnemünde, heißt es vonseiten der Stadt. Gleichzeitig sind dort etwa 6000 Pkw unterwegs.

Sie könnte so wesentlich sicherer werden und 110 Bäume stehen bleiben, sobald der Radweg erneuert wird.

Warnemünde | Damit die Parkstraße in Warnemünde sicherer wird, soll dort künftig nur noch Tempo 30 statt 50 gelten. Das fordert die CDU/UFR-Fraktion der Bürgerschaft um den Vorsitzenden Daniel Peters (CDU). Den Vorschlag hatten die Mitglieder des Ortsbeirats auf ihrer Sitzung am Dienstag im Rathaus auf dem Tisch. Sie vertagten das Thema aufgrund der Brisanz jedoch auf das nächste Mal. Denn es könnten nicht nur 110 Bäume des geschützten Küstenwaldes gerettet werden, sondern auch ein Verkehrschaos drohen. Mehr lesen: Kampf um Bäume in der Warnemünder Parkstraße Hintergrund: Der fahrbahnbegleitende Radweg in der Parkstraße muss erneuert werden. Nach derzeitigem Stand würden besagte Bäume dafür fallen. Anwohner gingen auf die Barrikaden, die eigens gegründete Bürgerinitiative "Rettet den Küstenwald" sammelte Unterschriften. Ende Januar lenkte die Stadt ein und stoppte die Pläne vorerst. Mehr dazu: Schonfrist für bedrohte Bäume in Warnemünder Parkstraße Das Problem aber sei noch lange nicht gelöst, sagte der Ortsbeiratsvorsitzende Werner Fischer (Linke). Das Tempo zu senken, finde er "vernünftig und unterstützenswert". Dann jedoch bestehe kein Recht mehr auf einen reinen Fahrradweg, gab Jobst Mehlan (Rostocker Bund) zu bedenken. Die Variante sei dennoch prüfenswert, unterstrich Stephan Porst (Grüne). Tempo 30 nur möglich, wenn Räder und Pkw zusammenfahren Fakt ist: Der Radweg muss erneuert werden, sagte Heiko Tiburtius, Leiter des Amts für Verkehrsanlagen, bereits im Januar vor der Bürgerschaft. In Spitzenzeiten würden 8500 Radfahrer täglich den Weg nutzen. Tempo 30 für die rund 6000 Pkw hatte er damals abgewiegelt. Es sei laut Straßenverkehrsordnung (STVO) nicht möglich, das Tempo auf der ortsverbindenden Straße auf 30 Kilometer pro Stunde zu drosseln. Mehr lesen: Radentscheid fordert zügigen Ausbau der Parkstraße Würden Räder künftig mit auf der Fahrbahn für Pkw fahren, wäre es gemäß STVO möglich, das vorgeschriebene Tempo zu senken, heißt es in ihrem Antrag der CDU/UFR-Fraktion. Auch Fußgänger könnten die Parkstraße an den drei Ampeln und mehreren Zebrastreifen sicherer queren. Ob die Stadt den Vorstoß umsetzen muss und die Bäume stehen bleiben können, soll am 17. Juni die Bürgerschaft entscheiden - wenn diese das Thema nicht vertagt. ...

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