Sicherheit : Amt will Rostocker City abpollern

Am Uni-Platz werden weitere Poller errichtet.
Am Uni-Platz werden weitere Poller errichtet.

Neue Anlagen in Kröpeliner Straße und Warnemünde sollen Besucher schützen #wirkoennenrichtig

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09. Februar 2018, 08:00 Uhr

In der Innenstadt und in Warnemünde will das Amt für Verkehrsanlagen die letzten offenen Zufahrten abpollern – „aufgrund des gestiegenen Sicherheitsbedarfs in Bereichen mit großen Menschenansammlungen“, heißt es, „gegen gewaltsam eindringende Fahrzeuge“. So solle widerrechtliches Befahren oder Parken außerhalb der Lieferzeiten verhindert werden. „Damit wird die Aufenthaltsqualität und Sicherheit für die Fußgänger verbessert.“

Geplant sei, 2018 die noch nicht gesperrten Zufahrten neben der Gleistrasse Neuer Markt und die Zufahrt zum Markt von der Steinstraße kommend abzusperren. Ebenfalls würden die Zufahrten über die Buchbinderstraße und Universitätsplatz/ Kröpeliner Straße mit Versenkpolleranlagen gesperrt. Auch seien Sicherheitspoller um den Veranstaltungsraum am Leuchtturm in Warnemünde vorgesehen. Die technisch baulichen Anlagen seien nach den international gängigen Prüfstandards zertifiziert. Sie würden einen höheren Anprallschutz gegen Pkw und Lkw-Verkehre bieten als herkömmliche Einbauten.

Kontrovers: Für die neuen Poller könnten Parkplätze wegfallen. Informationen des amtierenden Ortsbeiratsvorsitzenden von Stadtmitte, Andreas Herzog (SPD), zufolge rund zehn vor Zoologie, Barocksaal und Unihauptgebäude, wenn ein versenkbarer Poller vor das Schwaansche Tor kommt. „Aber wenn dadurch die Sicherheit erhöht wird“, argumentiert er, sei das durchaus zu akzeptieren.

Das Pollerkonzept zu Fußgängerzone und Markt stammt aus den Jahren 2001 bis 2003. Geplant war die schrittweise Errichtung von Versenkpolleranlagen an den Zufahrten. Diese sind beginnend 2003 bis Ende 2017 mit zehn Versenkpolleranlagen gesperrt worden. In der gesamten Stadt gibt es zirka 10 000 fest und teilweise herausnehmbar eingebaute Poller. Alle gesperrten Zufahrten können laut Amt durch Fahrzeuge des Brandschutzamtes geöffnet werden.

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