Ehemaliger Güterbahnhof Rostock : Brücke und Park kommen

An dieser Stelle soll die Brücke über den Bleichergraben gebaut werden, erklärt RGS-Vertreter Gerd Stolle.
An dieser Stelle soll die Brücke über den Bleichergraben gebaut werden, erklärt RGS-Vertreter Gerd Stolle.

RGS plant Umgestaltung der Flächen am Ex-Güterbahnhof. Investor baut Kita und Pflegewohnungen.

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18. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Eine Brücke über den Bleichergraben, eine Parkanlage am Wasser und gleich mehrere neue Häuser sollen im Sanierungsgebiet Ehemaliger Güterbahnhof entstehen.

Der betroffene Teil befindet sich zwischen Mühlendamm, Ernst-Barlach-Straße, Bleicher- und Neuer Bleicherstraße. „Unser Anspruch ist die Erlebbarkeit dieser Wasserkante“, sagt Sigrid Hecht, Leiterin der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS). Derzeit führe sie Verhandlungen mit Edis über den Ankauf von Flächen. Mit den Stadtwerken und einem privaten Investor habe sich die RGS bereits geeinigt.

Zunächst allerdings stehen Straßensanierungen an. Die aktuell gesperrte Bleicherstraße soll im April wieder freigegeben werden. Ursprünglich wurde dieser Schritt bereits für diesen Monat angestrebt, aber die zeitgleich arbeitenden Versorger wie Eurawasser würden länger benötigen, erklärt Projektleiter Gerd Stolle. Ab dem dritten Quartal 2018 und bis Ende 2019 soll dann die Neue Bleicherstraße instandgesetzt werden.

„Daran schließen sich die anderen Maßnahmen wie die Brücke an“, sagt Stolle. Aktuell würden Voruntersuchungen abgestimmt, beispielsweise zu Altlasten und Naturschutz. Außerdem ist ein Wettbewerb zur Brücke geplant. Sie soll in der Verlängerung der Neuen Bleicherstraße über das Warnowwasser führen und Fußgängern sowie Radfahrern als Abkürzung dienen. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) denkt sogar schon einen Schritt weiter: „Das könnte der Ausgangspunkt für Schifffahrtsaktivitäten Richtung Schwaan sein.“ Konkrete Pläne gibt es für dieses Vorhaben aber noch nicht.

Wettbewerbe sind in dem Sanierungsgebiet Auflage für alle Neubauten, ähnlich wie schon im Petriviertel. Der private Investor plant eine Tagespflege und betreute Wohneinheiten anstelle der noch bestehenden Ruinen und eine Kindertagesstätte im ehemaligen Umspannwerk. Er betreibt bereits die Seniorenresidenz Am Warnowschlösschen nebenan. Deren Leiter Martin Kaiser sagt: „Der Bauantrag ist eingereicht, nächstes Jahr soll der Bau beginnen.“

Die Zusammenarbeit sei ausgezeichnet, betont Hecht. Nur deswegen werde die öffentliche Parkanlage am Wasser überhaupt möglich – unter anderem sei der Investor bereit, seine Kita zugunsten der Wegführung ein Stück zu verrücken. Dafür sei zudem jeder Baum erfasst worden. „Da richtet sich der Mensch nach der Natur“, so Hecht.

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