Rostock : Buga als Gefahr für den Wassersport?

Kümmern sich um den Rostocker Sport von A wie American Football bis Z wie Zumba: Geschäftsführer Andreas Röhl (l.) und Präsident Herbert Pankau.
Kümmern sich um den Rostocker Sport von A wie American Football bis Z wie Zumba: Geschäftsführer Andreas Röhl (l.) und Präsident Herbert Pankau.

Stadtsportbund beobachtet die Pläne wachsam und mit Blick auf seine Vereine. Mitgliederzahlen auf neuem Rekordhoch #wirkoennenrichtig

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10. Februar 2018, 16:00 Uhr

Immer konkreter werden die Pläne um Rostocks mögliche Bewerbung für die Bundesgartenschau (Buga) 2025. „Grüne Stadt am Wasser“ – so könnte das Motto lauten, und die Uferbereiche der Warnow sind zentrales Element der Planungen. Aktuell sind sie jedoch auch das Zuhause von neun Rostocker Wassersportvereinen.

Ob deren Zukunft durch eine mögliche Buga in Gefahr ist, darauf achten derzeit auch die Vertreter des Stadtsportbundes. „Wir finden die Buga-Idee grundsätzlich toll, auch die damit einhergehende Stadtentwicklung. Aber wenn wir dadurch beschnitten werden, dann müssen wir Veto einlegen“, sagt Andreas Röhl. Der Geschäftsführer des Stadtsportbundes blickt mit Spannung auf das für Freitag anberaumte zweite Informationsforum, bei dem der aktuelle Stand der Buga-Machbarkeitsprüfung der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Zusammen mit Vertretern der betroffenen Vereine will Röhl dabei ganz genau hinhören. „Die Segelstandorte müssen Segelstandorte bleiben. Und bei einer möglichen Warnowquerung sollte bedacht werden, dass es sich dabei auch um eine Regattastrecke handelt“, sagt Röhl. Immerhin ist das Segeln mit 1588 in Vereinen organisierten Rostockern die siebt-mitgliederstärkste Sportart der Hansestadt.

Überhaupt kann sich der Stadtsportbund mit 53 012 Mitgliedern im neuen Jahr über einen Rekord freuen. „Das ist immerhin jeder vierte Rostocker. 90 Prozent davon machen sogar aktiv Sport“, sagt Röhl, der davon ausgeht, dass diese Zahlen parallel zur prognostizierten Rostocker Bevölkerungsentwicklung weiter wachsen. „Personell sind diese Steigerungen zu stemmen. Aber es fehlt an Sportstätten“, sagt der Geschäftsführer. Zwar sei das Bestreben der Verwaltung lobenswert, was Investitionen in Sanierung und Neubau angeht. „Allerdings fast immer bei Schulsporthallen, weil das Pflichtaufgabe der Stadt ist, und kaum bei von den Vereinen selbst betriebenen Objekten.“ Stadtsportbund-Präsident Herbert Pankau findet, dass oft viel zu lange diskutiert werde – zum Beispiel über die dringend benötigte Schwimmhalle. „Es sollte jetzt endlich mal losgehen“, sagt der 76-jährige ehemalige Hansa-Spieler.

Zweiter Wunsch sei eine schnelle Entscheidung zur gegenüber der Stadthalle geplanten Sporthalle, für die mit der Ostseesparkasse ein potenzieller Investor gefunden wurde. Allerdings steht der entsprechende Grundstücksverkauf durch die Stadt noch aus. „Außerdem haben wir unsere amerikanischen Sportarten noch immer nicht untergebracht und Motor Neptun hat Probleme, weil der Platz unbespielbar ist“, nennt Pankau weitere wichtige Themen.

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