Rostock : Choralchor reist nach Jerusalem

Bevor der Flug Richtung Israel startet, nutzen die Chormitglieder die Chance, für ihren Auftritt zu proben.
Bevor der Flug Richtung Israel startet, nutzen die Chormitglieder die Chance, für ihren Auftritt zu proben.

54 Sänger der St.-Johannis-Kantorei sind erstmals in Israel zu Gast. Ihr Abschlusskonzert geben sie am Sonnabend in der Erlöserkirche. #wirkoennenrichtig

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13. Februar 2018, 08:00 Uhr

Die Reise nach Jerusalem ist für viele Kinder und Jugendliche ein bekanntes und beliebtes Spiel. Für die 54 Sänger der St.-Johannis-Kantorei Rostock wird es jetzt zur Realität. „Nach dem Ausflug nach Danzig vor drei Jahren ist das die erste große
Reise dieser Art mit dem Jugendchor“, sagt Markus Johannes Langer, Leiter des Choralchors. Bereits am Sonntag flogen die über 50 Chormitglieder, die im Alter von 13 bis 20 Jahren sind, von Berlin nach Tel Aviv.

Diese Reise bietet dem Jugendchor die Chance, neben dem geplanten Höhepunkt – dem Abschlusskonzert in Jerusalem – auch einen einmaligen Einblick in eine andere Kultur. „Es ist eine wichtige Stadt für uns. Sie hat ja gerade für einen Kirchenchor eine größere Bedeutung“, sagt der 17-jährige Chorsänger Leonard Raudszus.

Mit Prof. Dr. Martin Rösel, der selbst im Erwachsenenchor singt, hat die Reisegruppe einen erfahrenen Reiseleiter an ihrer Seite, der die Ausflüge für die Jugendlichen unvergessen machen möchte. Auf dem einwöchigen Programm stehen zum Beispiel der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad wa Shem, biblischen Stätten und ein Ausflug an das Tote Meer. Auch der Austausch mit palästinensischen Jugendlichen wird eine große Rolle auf der Reise spielen sowie Treffen mit jüdischen Gemeinden.

Eingeladen wurde der Chor zu dieser Reise vom Komponisten Gunther-Martin Göttsche, der seit fünf Jahren Kantor in der Jerusalemer Erlöserkirche ist. Hier findet dann auch am Sonnabend, 17. Februar, das Abschlusskonzert des Jugendchors der Evangelischen St.-Johannis-Kantorei Rostock statt.

Dankbar sind die Chormitglieder für diese Einladung und voller Vorfreude. „Ich fliege das erste Mal in meinem Leben und freue mich schon sehr auf nette und offene Menschen“, sagt die 13-jährige Sophia Beigang, die die jüngste Sängerin auf dieser Reise ist.

„Wir singen immer all die Texte mit Jerusalem und Betlehem. Man singt es immer und nie hat man es gesehen. Und nun reist man dorthin. Das ist natürlich schon toll“, findet Markus Johannes Langer, der diese Reise seit dem Sommer geplant hat. „Ich freue mich auf die ganzen neuen Eindrücke eines anderen Landes: andere Menschen, eine andere Kultur und Architektur. Ich finde es klasse mit unserer Gemeinschaft – und das ist unser Chor – diese Reise zu erleben und so gemeinsame Erfahrungen zu sammeln. Das schweißt nochmal sehr zusammen“, sagt Chormitglied Leonard Raudszus. Auch bei Sophia Beigang ist die Freude groß: „Ich habe ein wenig Angst vor dem Flug. Die Vorfreude, dass erste Mal am Toten Meer zu sein, ist aber größer. Und ich hoffe die Menschen da sind nett und hilfsbereit“, verrät die junge Sängerin.

„Unsere Ausflüge sollen den Teilnehmern einen Einblick in die Geografie und Kultur des Landes geben. So lernen sie das Land ein Stück kennen“, erklärt Kantor Markus Johannes Langer. Denn diese erste Konzertreise nach Israel solle auch das Bewusstsein der rund 50 Jugendlichen für einen offenen Dialog und Toleranz stärken.

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