Shopping Queen in Rostock : „Es ist eine Erinnerung fürs Leben“

Bei den Dreharbeiten zur TV-Sendung „Shopping Queen“ durften Sina-Laureen (24) und ihre Konkurrentinnen mit männlicher Begleitung einkaufen gehen. An ihrer Seite standen Ex-„Bachelor“-Kandidaten wie hier Oliver Sanne.
1 von 3

Bei den Dreharbeiten zur TV-Sendung „Shopping Queen“ durften Sina-Laureen (24) und ihre Konkurrentinnen mit männlicher Begleitung einkaufen gehen. An ihrer Seite standen Ex-„Bachelor“-Kandidaten wie hier Oliver Sanne.

Sina-Laureen Lange shoppt für TV-Sendung und hat dabei prominente Unterstützung

von
19. Januar 2018, 20:45 Uhr

Vom Spielteppich auf den Laufsteg: Für die Rostocker Tagesmutter Sina-Laureen Lange ist ein Traum wahr geworden. Die 24-Jährige ist eine der fünf Frauen, die zum dritten Mal die Hansestadt bei der Vox-Sendung „Shopping Queen“ vertreten und für 500 Euro innerhalb von vier Stunden in Rostock ein Outfit zum vorgegebenen Motto einkaufen müssen. Die Ausstrahlung beginnt am Montag. Täglich um 15 Uhr ist dann zu sehen, wie sich die Rostockerinnen beim Einkaufen geschlagen haben.

Prominente Begleiter sorgen für Aufsehen

„Wir werden auf jeden Fall in Erinnerung bleiben“, sagt Sina-Laureen. Denn das Motto der Rostock-Woche ist erneut ein ganz besonderes: Jede der Frauen durfte nicht wie üblich mit einer selbst gewählten Shopping-Begleitung einkaufen gehen, sondern bekam einen Ex-„Bachelor“ an die Seite gestellt und sollte sich für ein gemeinsames Date stylen. Die fünf Herren, die seit 2012 bei RTL in der gleichnamigen Sendung eine Traumfrau suchten, mussten sich nun in den Läden der Hansestadt als perfekte Berater beweisen.

Und das war nicht immer leicht. „Ich glaube, für meinen Bachelor Oliver Sanne war es erstmal eine Herausforderung, Sachen für eine kurvige Frau zu finden“, erzählt Sina- Laureen, die zu ihrer Figur steht und nebenberuflich als Curvy-Model arbeitet. Zur Einkaufstour mit Kamerabegleitung hätte die Blondine eigentlich gern ihren Freund mitgenommen, der ihre Kurven kennt und liebt. „Er war auch ein bisschen traurig, dass er nicht mit konnte, denn er schaut die Sendung gern mit mir zusammen“, erzählt die quirlige Blondine.

Hintergrund: Shopping Queen in Rostock

• Bereits dreimal war Rostock Drehort der TV-Sendung „Shopping Queen“, die jeden Werktag um 15 Uhr auf Vox gezeigt wird. In der ersten Runde hieß  das Motto „Aufgetaucht – Sei in deinem neuen Bikini die heißeste Badenixe am Strand!“, beim zweiten Mal „Hoch hinaus – zeige uns, wie du deine neuen Overknees gekonnt in Szene setzt“ und aktuell  „Rosige Aussichten – Style dich für dein erstes Date mit dem Bachelor!“.  Fünf Kandidatinnen müssen jeweils  in vier Stunden für  500 Euro ein Outfit  zum von Designer Guido Maria Kretschmer vorgegebenen Motto shoppen – inklusive Make-up und Haarstyling.

• Punkte (maximal 10) gibt es von den Kandidatinnen und vom Designer. Der Siegerin winken der Titel „Shopping Queen“ und 1000 Euro Prämie.

 

Ihre Mitstreiterin Monique Shehu wollte ursprünglich mit ihrer Mama shoppen gehen. „Sie ist wie eine Freundin für mich und berät super“, sagt die Inhaberin eines Kosmetikstudios. Am Ende nahm aber Paul Janke neben der 33-Jährigen im berühmten pinkfarbenen Bus Platz.

Auch wenn die prominenten Begleiter eine echte Überraschung waren und während der Einkaufstouren von Schaulustigen belagert wurden – das vom Sender vorgegebene Motto hat den beiden Frauen gefallen. „Ich hätte mich bei Lack und Leder oder Unterwäsche schwer getan. Nicht, weil ich mich nicht trauen würde das zu präsentieren, sondern weil es in Rostock schwer ist, etwas zu finden, in dem man dann schön verpackt ist“, sagt Sina-Laureen. Sie stand schon zweimal im Bikini vor der Kamera – als Kandidatin der Fernsehsendung „Curvy Supermodel“. Der Laufstegauftritt vor den Rostocker Mitstreiterinnen und Designer Guido Maria Kretschmer war deshalb für die gelernte Erzieherin nicht neu, aber dennoch aufregend. „Es ist eine Erinnerung fürs Leben“, sagt Sina-Laureen.

Ex-Bachelor Paul Janke beobachtet das Styling von Monique.
MG RTL D / Constantin Ent.
Ex-Bachelor Paul Janke beobachtet das Styling von Monique.
 

Zweimal für Guidoauf den Laufsteg

Genau so sieht es Freundin Monique. Seit der pinke Bus mit dem „Shopping Queen“-Logo in ihrer Straße parkte, würde sie oft von Nachbarn auf ihre Sendungsteilnahme angesprochen. „Ich schminke mich jetzt immer vor dem Müll runterbringen“, erzählt sie schmunzelnd. Auch Eltern der Kindergartengruppe ihres fünfjährigen Sohnes und ihre Kundinnen wären bereits neugierig, wie sich Monique und die anderen geschlagen haben.

Alle fünf Rostocker Teilnehmerinnen stehen seit den Dreharbeiten im November in regelmäßigem Kontakt. Am Dienstag wollen Sina-Laureen und Monique zusammen mit Isabel (23, Studentin), Isabell (27, Angestellte in der Tourismusbranche) und Sina (40, Vertriebsleiterin) eine Folge gemeinsam anschauen.

Eines können Sina-Laureen und Monique aber jetzt schon verraten: Das Angebot der Rostocker Läden sei nicht so schlecht, wie oft behauptet. „Gerade die Boutiquen sind toll. Ich hatte das früher gar nicht so auf dem Schirm und regelrecht Scheu, da reinzugehen. Das kann ich nach dem Dreh selber gar nicht mehr verstehen“, sagt Sina-Laureen.

Für sie hatte die Teilnahme an der Vox-Sendung noch eine ganz andere Konsequenz, die sie heute noch strahlen lässt: Als die Rostockerinnen in Berlin ihre gekauften Outfits vor dem Stardesigner Kretschmer präsentierten, fragte der Sina-Laureen nach ihren Maßen. „Und nur Tage später durfte ich für eine seiner Kollektionen als Model laufen“, berichtet die 24-Jährige, die sich freut, ihren Teil zur größeren Akzeptanz kurviger Frauen beizutragen.

Kommentar von Claudia Labude-Gericke: Gute Werbung für Rostock

Bei TV-Shows gibt es scheinbar nur schwarz und weiß: Entweder man liebt oder hasst die Formate. So geht es auch, sobald das Gespräch auf „Shopping Queen“ kommt. Kaum jemand will die Sendung gesehen haben, viele verteufeln sie sogar als Konsum-Huldigung. Die guten Quoten sprechen am Ende aber eine ganz andere Sprache.

Mal abgesehen davon, dass jeder bei Missfallen den Aus- oder Umschalt-Knopf des Fernsehers bei drücken kann: Die 15 Rostocker Damen, die bisher als Kandidatinnen der Hansestadt bei der Vox-Sendung mitmachten, haben alle einen super Auftritt hingelegt. Und das sogar beim Horror-Motto schlechthin – dem Bikini. Ich ziehe den Hut davor, wie sich die Frauen bisher gezeigt haben: unterhaltsam, unabhängig und heimatverbunden. Die Sendung ist damit eine tolle Visitenkarte für die Hansestadt und ihre Bewohnerinnen. Ich schalte ein!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen