Rostock : Neues Viertel entsteht ab Sommer

Rot eingerahmt ist das B-Plan-Gebiet Thierfelderstraße. Bauherr wird die Wiro. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Rot eingerahmt ist das B-Plan-Gebiet Thierfelderstraße. Bauherr wird die Wiro. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

An der Thierfelderstraße sollen rund 300 Wohnungen gebaut werden. Im Vorfeld wird dafür ein Waldstück gerodet #wirkoennenrichtig

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17. November 2017, 05:00 Uhr

Im Sommer nächsten Jahres sollen an der Thierfelderstraße erste Bauarbeiten für das künftige Wohngebiet starten. Ziel sind insgesamt rund 300 Wohnungen in dem Viertel. Bis zu 200 von ihnen will die Wiro bauen. Darüber hinaus soll das Montessori-Kinderhaus mit seinen 64 Betreuungsplätzen einen neuen Sitz erhalten. Der benötigte Bebauungsplan ist bereits seit März gültig.

Im Dezember will das Rathaus mit der Wiro den Vertrag über die öffentliche Erschließung und die Grünanlagen besiegeln. Dafür soll die Bürgerschaft zusätzliche 500 000 Euro freigeben. Denn statt der ursprünglich veranschlagten 2,1 Millionen Euro muss die Hansestadt laut neuester Kostenschätzung knapp 2,6 Millionen Euro vorschießen. Das Geld fließt in einen neuen Kreisel an der Kreuzung Voß- und Parkstraße, die dafür verschoben werden soll. Außerdem sollen ein verkehrsberuhigter Bereich und öffentliche Grünflächen entstehen sowie Teile der Thierfelderstraße und der Kobertstraße neu beziehungsweise ausgebaut werden.

„Das Wohngebiet soll zügig entwickelt werden“, heißt es in der Vorlage für die Bürgerschaft. Voraussetzung ist die Umwandlung und Rodung von Teilen des Waldgebietes zwischen Thierfelderstraße und Straßenbahn. Die Erlaubnis dafür hat die Landesforst MV bereits erteilt. Aus Naturschutzgründen müssen die Rodungen bis spätestens Ende Februar abgeschlossen sein, sonst droht sich das gesamte Vorhaben zu verschieben. Denn unter anderem steht das Waldgebiet dem Teilneubau der Thierfelderstraße im Weg.

Weggefallene Bäume sollen an anderer Stelle ersetzt werden. Insgesamt waren bei der Stadt zwischen November 2015 und Juni 2017 vier Anfragen zu dem vom Bebauungsplan betroffenen Bereich eingegangen, drei von Privatpersonen und eine von einer Wohnungsgenossenschaft. Die nun kurzfristig benötigten 500 000 Euro können laut Verwaltung aus dem Topf für die Sanierung des Tannenwegs verschoben werden. Die Arbeiten dort sollen erst Ende Juni 2018 abgeschlossen werden. Aktuell ist von ihnen der Abschnitt zwischen Rennbahnallee und Haubentaucherweg betroffen. „Dadurch verschiebt sich auch die Kassenwirksamkeit in das Haushaltsjahr 2018“, heißt es in der Vorlage. Das dann für den Tannenweg benötigte Geld soll im regulären Haushaltsentwurf berücksichtigt werden.

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