Rostock : Ortsbeirat lehnt IGA-Namenssuche ab

Alles auf Stop: Der Ortsbeirat Schmarl lehnt eine Namensänderung des IGA-Parks derzeit ab – langfristig soll sie aber kommen.
Alles auf Stop: Der Ortsbeirat Schmarl lehnt eine Namensänderung des IGA-Parks derzeit ab – langfristig soll sie aber kommen.

Schmarler stimmen gegen einen Antrag von Sybille Bachmann. Aufsichtsrat will erneute Stellenausschreibung für Park-Geschäftsführer #wirkoennenrichtig

nnn.de von
08. Februar 2018, 05:00 Uhr

Mit einem deutlichen Votum hat der Schmarler Ortsbeirat jetzt die Namenssuche für den IGA-Park gestoppt. Dem Gremium lag am Dienstag ein Antrag von Sybille Bachmann, Chefin der Fraktion Rostocker Bund/Graue/ Aufbruch 09, vor, der Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) beauftragt, für das Ex-Gartenschau-Gelände eine Namenssuche zu initiieren: und zwar für das gesamte Gebiet sowie separat für den Museums- und Parkbereich.

„Ich finde das sachlich richtig, aber im unpassendsten Moment“, sagte Andreas Engelmann (Linke). Das Ortsbeiratsmitglied nannte Bachmanns Antrag zur jetzigen Zeit gar „schädlich“. Schließlich hätte die Bürgerschaft den OB im Oktober dazu verpflichtet, das Erlebniszentrum auf Grundlage des IGA-Entwicklungskonzeptes in Schmarl zu realisieren. Bis zum zweiten Quartal dieses Jahres soll die Verwaltung dafür ein finanziell unterfüttertes Konzept vorlegen – und diese Zeit sollte man den Verantwortlichen auch geben, sagte Engelmann.

Ähnlich argumentierte Uwe Ahlgrimm (SPD). „Wir gehen aktuell mit dem IGA-Park schwanger und sollen jetzt schon einen Namen festlegen, obwohl wir nicht wissen, ob es am Ende ein Junge oder ein Mädchen wird“, so das Ortsbeiratsmitglied.

Für eine vorläufige Weiterführung des Namens plädiert auch Karina Jens (CDU). „Der Name IGA-Park ist gut verankert, steht auch auf Flyern und Veranstaltungsplakaten. Außerdem wurde gerade die Haltestelle in Groß Klein entsprechend umbenannt“, so die IGA-Aufsichtsratschefin.

Das Gremium sei derzeit damit beschäftigt, eine erneute Ausschreibung des Geschäftsführerpostens für die städtische Betreibergesellschaft des Parks durchzusetzen. Der aktuelle Stelleninhaber, Ralf Hots-Thomas, wechselt Ende März nach Bremen. Der erste Versuch einer Stellenausschreibung war durch den Hauptausschuss gestoppt worden – weil die Bewerbung Rostocks um die Bundesgartenschau 2025 noch offen ist und eventuell für beides ein gemeinsamer Geschäftsführer gesucht werden könnte. Laut Stadt-Sprecher Ulrich Kunze sei eine Interimsgeschäftsführung ab 1. April abgesichert, Namen nennt er allerdings nicht. Karina Jens drängt indes auf eine Neubesetzung, „weil eine Interimslösung nicht das ist, was wir in der gegenwärtigen Phase für richtig halten.“ Die Frage der Buga sei außerdem eine von morgen, die der Umsetzung des IGA-Konzeptes dagegen eine dringliche von heute. „Außerdem sollte man so realistisch sein, zu sagen, dass beide Aufgaben gemeinsam von einer Person zu leisten sind“, so Jens.

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