Warnemünde : Rostocks OB bringt Outlet-Center ins Gespräch

Das Warnemünder Original Ernst „Hein“ Schöler unterhält Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, v. l.), Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) beim Neujahrsempfang von Rostock Port.
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Das Warnemünder Original Ernst „Hein“ Schöler unterhält Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, v. l.), Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) beim Neujahrsempfang von Rostock Port.

Oberbürgermeister lässt Flächen am Werftbecken auf eine mögliche Ansiedlung prüfen #wirkoennenrichtig

nnn.de von
13. Januar 2018, 05:00 Uhr

Können Kreuzfahrttouristen in Warnemünde bald in einem Factory-Outlet-Center shoppen? Die Idee einer solchen Ansiedlung hat gestern Roland Methling (parteilos) ins Gespräch gebracht. Der Rostocker Oberbürgermeister hat dafür auch schon ein Grundstück im Auge: das Gelände am alten Warnemünder Werftbecken, das die Hansestadt gekauft hat und zu einem Mehrzweckhafen umbauen will.

„Ein solches Center kann auch eine saisonverlängernde Maßnahme sein“, erklärte Methling, der sich am Standort auch ein Hochhaus als Sitz eines Kreuzfahrtunternehmens oder für die Europa-Zentrale des Werften-Eigners Genting vorstellen könnte, aber selbst einwandt: „Wir brauchen auch die Warnemünder dazu.“ Und die lehnen solche Pläne komplett ab. „Der Standort ist dafür überhaupt nicht geeignet. Wir brauchen die Flächen für Kreuzfahrt und nichts anderes“, erklärt Alexander Prechtel (CDU). Die bereits von der Rostocker Bürgerschaft beschlossene Umwandlung des Werftbeckens in einen Mehrzweckhafen sei vom Warnemünder Ortsbeirat einstimmig befürwortet worden, so dessen Vorsitzender. „Und wir werden bei der Entwicklung auch laufend informiert“, so Prechtel. Eine weitere Idee von Methling findet allerdings die Zustimmung des Warnemünder Beiratsvorsitzenden: die Verlängerung der künftigen Liegeplätze von 360 auf 400 Meter.

„Wir brauchen schon für die 360 Meter noch ein bisschen Fläche von Genting. Und die meinten, dass es ihnen leichter fällt, diese Fläche zu geben, wenn wir gleich auf 400 Meter planen“, so Methling. Schließlich würde nach der derzeit dort angesagten Global-Class-Schiffskategorie mit zirka 340 Metern Länge in den 2020er-Jahren eine weitere, noch längere Generation folgen, auf die Warnemünde dann vorbereitet wäre. „Diese mögliche Verlängerung ist eine neue Entwicklung, aber eine sehr weitsichtige. Wenn es von der Fläche her möglich ist, kann das nur gut sein“, so Prechtel.

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