Rostock : Zoo wird zum Outdoor-Klassenzimmer

Besiegelten die Zusammenarbeit: Silke Schrader, Leiterin des Staatlichen Schulamtes Rostock, der Leiter des Rostocker Amtes für Schule und Sport, Martin Meyer (rechts), und Zoodirektor Udo Nagel.
Besiegelten die Zusammenarbeit: Silke Schrader, Leiterin des Staatlichen Schulamtes Rostock, der Leiter des Rostocker Amtes für Schule und Sport, Martin Meyer (rechts), und Zoodirektor Udo Nagel.

Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt und dem städtischen Amt für Schule und Sport besiegelt.

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03. Dezember 2019, 08:00 Uhr

Rostock | Im Zoo gibt es allerhand zu entdecken. Daher ist die Anlage nicht nur für zahlreiche Familien ein beliebtes Ausflugsziel. Er ist auch als außerschulischer Lernort sehr gefragt. Rund 12.000 Rostocker Schüler nutzen jährlich kostenfrei das grüne Klassenzimmer. Nun haben Vertreter des Staatlichen Schulamtes und des Amtes für Schule und Sport Rostock erstmals eine Kooperationsvereinbarung mit dem Zoo geschlossen, die diesen als Außerschulischen Lernort stärken und die Zusammenarbeit verbindlich regeln soll.

"Für uns ist diese vertraglich besiegelte Kooperation ein Meilenstein", betont Zoodirektor Udo Nagel. "Die Vereinbarung unterstreicht unseren Bildungsauftrag und gibt uns Rückenwind, noch mehr in die wichtige Kinder- und Jugendarbeit sowie die Vermittlung des Natur- und Artenschutzes zu investieren und diese auszubauen."

Lebendiger und naturnaher Unterricht

Um das voranzubringen, haben sich die Partner dazu entschieden, ihre jeweiligen Kompetenzen in den Bereichen fächerübergreifender Unterricht an einem außerschulischen Lernort und der Zoo als Erlebnis-, Lehr- und Lernort mit einer modernen Ausstattung der Lernumgebung zusammenzubringen. "Ziel ist es, die Zooschule Rostock als Leuchtturmprojekt der außerschulischen Bildung zu etablieren und auszubauen. Dabei streben die Kooperationspartner weiterhin eine kostenfreie Nutzung der Lernangebote durch die Schulen im Einzugsbereich an", hebt Silke Schrader, Leiterin des Staatlichen Schulamtes Rostock, hervor. "Die Vereinbarung ist ein Anker in der gemeinsamen Verantwortung für erfolgreiches Lernen und Lehren."

Insgesamt fünf Lehrer aus unterschiedlichen Schulen gestalten derzeit den Unterricht in der Zooschule, abgeordnet durch das Rostocker Schulamt. Je nach Interesse kann der Unterricht ganz individuell strukturiert werden, beispielsweise für den Wahlpflichtunterricht oder ein Ganztagsschulangebot oder auch als längerfristige Projektarbeit. Teilnehmen können alle Klassenstufen von der Grundschule bis zum Abitur.

Insgesamt besuchen jedes Jahr rund 25.000 Schüler aus MV und anderen Bundesländern den Zoo zu Schulungszwecken.

52 Jahre Erfahrung in der Rostocker Zooschule

Der Zoo sichert die fachliche, infrastrukturelle und ideelle Unterstützung für die Arbeit der Zooschule ab. Darin verankert sind die Zusammenarbeit mit den Tierpflegern und Besucherbetreuern, die Bereitstellung geeigneter Räume sowie bei Bedarf weitere Unterstützung vor Ort. Außerdem werden Lehrkräfte regelmäßig über Tierbestandsveränderungen, geplante Veranstaltungen wie Ausstellungen oder andere besucherrelevante Neuigkeiten informiert, die dann direkt in den Unterricht einfließen können.

"Für unsere Zooschule, eine der ältesten in Deutschland, ist diese Kooperation eine große Anerkennung", sagt der Leiter der Zooschule, Sven Meliß. "Wir freuen uns auch künftig auf viele motivierte Schüler, die bei uns auf ganz besondere Art und Weise spannendes Wissen über unsere Flora und Fauna erfahren können."

Ideale Bedingungen

Laut Steffen Bockhahn (Linke), Rostocker Senator für Soziales, Jugend, Gesundheit, Schule und Sport, unterstützt die Stadt den Zoo mit erheblichen Mitteln "und leistet darüber hinaus mit der zusätzlichen Unterstützung der Zooschule einen Beitrag zur Natur- und Umweltbildung."

Der Leiter des Rostocker Amtes für Schule und Sport, Martin Meyer, lobt die idealen Bedingungen im Zoofür den außerschulischen Unterricht: "Tiere und Landschaften aus fünf Kontinenten vereint der Tiergarten. Das sind nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, sich mit unseren natürlichen und auch gefährdeten Ressourcen auseinanderzusetzen. Mit dieser konkreten Förderung möchten wir auch entscheidend dazu beitragen, bei den Schülern ein kritisches Bewusstsein für den Umwelt- und Naturschutz zu entwickeln."

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