Stadtvertreter von Crivitz : Ausschuss gegen Windpark bei Wessin

<p>Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, dass gemeindliche Einvernehmen für den Windpark Wessin zu versagen.</p>

Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, dass gemeindliche Einvernehmen für den Windpark Wessin zu versagen.

Crivitzer Bauausschuss sprach sich gegen das gemeindliche Einvernehmen aus

nnn.de von
13. Juli 2019, 05:00 Uhr

Bei seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend hatte der Bauausschuss der Crivitzer Stadtvertretung gleich ein straffes Programm. Einer der Punkte der Beratung unter der Leitung von Beate Prieske (CDU), die auch für diese Legislaturperiode zur Vorsitzenden gewählt wurde, war das gemeindliche Einvernehmen der Stadt Crivitz zum geplanten Windpark bei Wessin. Wessin ist seit der Fusion 2014 ein Ortsteil der Stadt. Kloss New Energy mit Sitz in Rerik plant die Errichtung von 20 Windkraftanlagen bei Wessin (SVZ berichtete) und beantragt nun erneut das gemeindliche Einvernehmen der betroffenen Kommunen Barnin, Zapel und Crivitz. René Wiese vom Bauamt erläuterte den Anwesenden, dass er wie im Dezember eine Versagung des gemeindlichen Einvernehmens wegen fachlicher Mängel empfehle. „Das ist ein Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Die Grenzwerte für Schall und Schattenwurf wurden auf falscher Grundlage berechnet. Denn der Investor hat das Gebiet um den geplanten Windpark als gewerbliches Mischgebiet eingestuft. Dabei ist es ein allgemeines Wohngebiet.“ Bei einer zutreffenden Einordnung der Wohngebiete würden die zulässigen Grenzwerte überschritten. Hartmut Paulsen (CDU) fragte, ob den die Rechtsgüter Leib, Leben oder Eigentum beeinträchtigt würden. „Insgesamt würde der Bau des Windparks eine Abwertung des Gebietes und der Häuser sowie Grundstücke bedeuten“, erläuterte Wiese. Bei dem Antrag gebe es auch in Hinsicht auf die naturschutzrechtlichen Belange erheblichen Nachholebedarf.

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten mit fünf Stimmen bei zwei Enthaltungen für eine Empfehlung an die Stadtvertretung, das gemeindliche Einvernehmen zu versagen. Zum Thema Windkraft werde es demnächst auch eine ausschussübergreifende Beratung geben, kündigte Beate Prieske an.

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