Brüel : Am Sonntag zum Trödeln

Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt bei der Vorbereitung: die Schwestern Nele und Julia Bründel
Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt bei der Vorbereitung: die Schwestern Nele und Julia Bründel

Erste Veranstaltung in der Stadthalle. Auch Sportgeräte dienten als Kleiderständer

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07. April 2019, 20:00 Uhr

Sonntag, 10.55 Uhr. In fünf Minuten öffnet der erste große Trödelmarkt für Kinderkleidung und Spielzeug in Brüel. Vor der Sporthalle hat sich eine Menschenschlange gebildet. Susanne Behnke gehört zu den Wartenden. „Das kennen wir von anderen Kinderkleiderbörsen“, sagt sie. Ob Crivitz, Friedrichsruhe oder Wessin - man müsse immer anstehen. Ihr dreijähriges Kind wartet mit in der Schlange. Es darf sich ein Spielzeug aussuchen.

11 Uhr: Organisatorin Julia Bründel öffnet die Tür zur Sporthalle. Die Lehrerin im Babyjahr ist die Organisatorin der Börse und freut sich über den guten Start zur Eröffnung. Zum Glück habe sie nicht noch mehr Nummern für Verkäufer vergeben, sagt sie. Denn das Sortieren der Ware zog sich lange hin. Am Sonnabend begannen die Freiwilligen. Nele Bründel, die Schwester von Julia, gehörte zu denen, die bis Sonntag früh um halb Vier bei der Arbeit waren. Etliches musste auch vor dem Verkauf aussortiert werden. Denn hier wurden nur heile und natürlich saubere Kindersachen feil geboten.

Am Eingang stehen zwei Tische mit Kassen: Einen davon betreuen Michelle Krüger, Lea Draempaehl und Fenja Groth - allesamt Elftklässlerinnen in Sternberg. Schon am Sonnabend waren sie beim Sortieren der Kleidung dabei, am Sonntag gehören sie zu den Helfern beim Basar. Aus dem Erlös dieser Veranstaltung soll die Kasse für den Abiball im kommenden Jahr aufgebessert werden, erfährt SVZ von den Schülerinnen. Gefeiert werden soll im nächsten Jahr im Hotel Dreiwasser in Sternberg.

Die Sporthalle gibt dem Markt am Sonntag ein besonderes Fluidum. Ein Teil der Kindersachen liegt auf Tischtennisplatten. Das Reck dient als Kleiderständer. Die Turnbänke werden zu Schuhregalen. Die Organisatoren haben alle Tische aus der Stadthalle verwandt, doch die reichen nicht aus, erklärt Julia Bündel. Froh ist sie über Hilfe - beispielsweise von Anika Glaser von Knirps-Klamotten in Sternberg.

Anika Glaser hat Kleiderbügel zu Verfügung gestellt und den Organisatoren des Basars angeboten, sie ganz zu übergeben, wenn diese Börse zur dauerhaften Einrichtung wird. Die Geschäftsfrau, die selbst mit Kindersachen handelt, sagt, sie unterstütze gern. „Es ist eine Superaktion.“

Betty Schliemann aus Sternberg schiebt mit der Karre durch die Halle und hat schon eine ganze Menge an Kleidern für ihr Kind gefunden. Für die erste Zeit habe sie ganz viel geschenkt bekommen, erzählt die junge Mutter. Aber ein Kind wächst nun einmal schnell aus den Sachen heraus.

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