Brüel : Der Turm wird instand gesetzt

Die Brüeler Kirche ist eingerüstet, trotzdem finden dort Gottesdienste statt.  Fotos: Spöhr
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Die Brüeler Kirche ist eingerüstet, trotzdem finden dort Gottesdienste statt. Fotos: Spöhr

Seit 2008 erfolgen an der Kirche in Brüel umfangreiche Bauarbeiten. Alte Substanz und Bauspuren sollen erhalten bleiben

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30. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Das Gros der Arbeiten im vierten Bauabschnitt an der Brüeler Kirche ist geschafft.

Seit 2008 wird mit nur wenigen Unterbrechungen gebaut. Im ersten Abschnitt erfolgten innerhalb von zwei Jahren Arbeiten an Kirchenschiff, Chor und Fassade, zudem musste der Dachstuhl überarbeitet werden. Der Fokus im darauf folgenden Bauabschnitt lag 2010 auf den Anbauten Golchener Kapelle, Südhalle und Sakristei auf der Nordseite sowie der nördlichen Vorhalle. In diesem Zuge wurde auch ein großer Zuganker durch das Kirchenschiff im Erdgeschoss eingezogen.

In den Jahren 2011/2012 und mittlerweile im dritten Bauabschnitt stand die Sanierung des Turmsockels an – am Turm erfolgte eine statisch-konstruktive Sicherung und Instandsetzung.

Seit diesem Jahr nun wird wieder gebaut - im vierten Abschnitt und die Arbeiten im Turm werden fortgesetzt. Wobei sowohl alte Substanz als auch Bauspuren erhalten bleiben sollen. Acht Gewerke wurden ausgeschrieben: Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Gerüstbauer, Blitzschutz, Glaser sowie Anker und Vernadelung. Mit Letzterem wurde eine Spezialfirma aus Wismar beauftragt.

Denn über dem Fußboden und unter der Decke der Glockenstube mussten sechs Zuganker durch den Turm gespannt werden. Die fehlenden zwei müssen warten, bis das Gerüst abgebaut ist. Zu den umfangreichen Arbeiten der Handwerker gehörten unter anderem, dass die Fassade vom Turm durchgearbeitet und Risse saniert sowie Luken in den Zwerchhäusern – ein Zwerchhaus hat einen Giebel und ein eigenes Dach – repariert und erneuert wurden. Die Maurer haben die alten Steine, wo immer möglich, geworben und mit neuen vermischt, um ein ordentliches Bild zu bekommen. Vom Dachgeschoss des Turmes wurde der Dachstuhl durchgearbeitet. Geborgen wurden ebenso die alten, originalen Kreuze auf den beiden Zwerchhäusern, aufgearbeitet und wieder eingebaut.

Die Maurerarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Nicht nur die vielen Anschlüsse, die es am Kirchendach zu den Zwerchhäusern gibt, haben den Handwerkern alles abverlangt. Es mussten viele Dachziegel geschnitten werden. Die Biberschwänze haben sich durch die Witterung zudem vollgesogen und brechen schnell, so dass sie wie rohe Eier behandelt werden müssen.

Wenn das Dach eingedeckt ist, wird der Blitzschutz montiert und die Rüstung an der Kirche abgenommen. Dann steht noch die Sanierung des Gewölbes an.



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