Brüel : Hort macht auch in Ferien Spaß

Was nach Arbeit aussieht, ist für die Hortkinder auch großer Spaß. Mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen Wenke Suhr (2.v.r.) und Kathrin Michaelis dürfen sie Pizzateig belgen.
Was nach Arbeit aussieht, ist für die Hortkinder auch großer Spaß. Mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen Wenke Suhr (2.v.r.) und Kathrin Michaelis dürfen sie Pizzateig belgen.

In Brüel beginnen Kinder und Erzieher mit ihrem neuen Jahresprojekt „Stark wie ein Baum“

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13. Juli 2018, 05:00 Uhr

„Habt ihr alle eure Hände gewaschen?“, ruft Wenke Suhr in die Runde. Eigentlich hatte es an diesem Vormittag zum Roten See gehen sollen, aber der Regen machte den Erzieherinnen und Kindern im Brüeler Hort einen Strich durch ihr Vorhaben. Also wird gemeinsam Pizza gebacken - auch das gefällt den Mädchen und Jungen.

Doch der Gang zum See ist nur verschoben. „Wir arbeiten wie schon in den letzten Jahren mit Thementagen oder -wochen. Wir hatten schon ,Apfeltage’, ,Der Brüeler Hort, das sind wir’ oder ,WM’. Neues Jahresprojekt ist jetzt ,Stark wie ein Baum’, zu dem wir uns am Roten See zur Einführung mit Naturparkrangern treffen wollten“, erklärt Wenke Suhr. Wenn wieder Schule sei, hätten die Horterzieher maximal drei Stunden Zeit mit den Kindern. „Dass wir uns in den Ferien auf ein neues Thema einstimmen, hat sich bewährt.“

Wer lebt im, am oder vom Baum? Wie verändert sich der Baum mit den Jahreszeiten? Welche Baumfrüchte gibt es und welche Bäume in anderen Ländern? Können Bäume sprechen? - sind nur einige Fragen, denen gemeinsam nachgegangen werden soll. „Wir wollen auch selbst Bäume ziehen und versuchen, dass jede Gruppe sich ihren Gruppenbaum aus Holz oder Abfallmaterial baut. Und zu Weihnachten kann es Wunschbäume geben, wobei es da nicht nur um materielle Dinge geht“, sagt Wenke Suhr. Die Erzieher wollen mit den Kindern aber auch über deren Rechte und Pflichten sprechen, denn auch das passt zu „Stark wie ein Baum“.

Der Hort arbeitet nicht nur bei diesem Projekt eng mit Imkerin Rita Klammer, dem Sternberger Verein „Dialog + Action“ und Daniela Richter vom Reiterhof St. Georg zusammen. „Bei ihr brauchen wir uns gar nicht mehr anzumelden. Und Kinder, die erst gar nicht aufs Pferd wollten, wollen dann nicht mehr runter“, erzählt Erzieherin Kathrin Michaelis, die mit Wenke Suhr Kinder in den ersten drei Ferienwochen betreut. Eingeladen hat sich der Hort auch Kerstin Westhoff von der Hundeschule.

Die Ideen für ihre Projekte entstehen als Gemeinschaftswerk. „Wir diskutieren in der Teamsitzung, zudem gibt es die monatliche Kinderversammlung. Wir greifen daraus Ideen auf oder bieten ihnen welche an.“ Versucht werde, sagt Suhr, Themen zu nehmen, bei deren Umsetzung Selbstständigkeit und Selbstwertgefühl gefördert werden. Und Rechnung getragen werde gern auch dem ländlichen Umfeld. „Wir brauchen nicht nach Rostock zu fahren, das machen die Eltern mit den Kindern“, weiß Suhr. Besucht werden örtliche Einrichtungen, wie bei dem neuen Projekt „gern eine Tischlerei“. Und was gebe es zu „Stark wie ein Baum“ nicht alles auch im Stadtpark zu entdecken?

88 Mädchen und Jungen werden im Hort der Volkssolidarität von Wenke Suhr, Kathrin Michaelis, Conni Möller und Matthias Kasten betreut. „Wir freuen uns auf das Projekt. Mit den Kindern zusammen ergeben sich auch neue Aspekte. Das Projekt ist ja nichts Starres.“

Anna, Merle, Selina, Erik, Tobey, Mertin, Neil und die anderen freuen sich an diesem Vormittag aber erst einmal auf ihre Pizza. Und weil die Geschmäcker auch hier verschieden sind, belegen die Kindern den ausgerollten Teig mit Schinken, Käse und verschiedenen Wurstsorten. Mit den Naturparkrangerinnen treffen sie sich an einem anderen Tag.

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