Jesendorf : Kuriose Früchte

Gemüse unter kritischem Blick: Die Jury mit (v.r.) Roland Frölich, Daniel Bohl und Jana Kosmala suchen die Sieger des Erntefestes in Jesendorf heraus. Martin Maercker notiert.
Gemüse unter kritischem Blick: Die Jury mit (v.r.) Roland Frölich, Daniel Bohl und Jana Kosmala suchen die Sieger des Erntefestes in Jesendorf heraus. Martin Maercker notiert.

Spaghettibohne, Runkelrübe und Kohlrabi-Trio: Die Jury am Gabentisch beim Jesendorfer Erntedankfest hat die Qual der Wahl

von
30. September 2019, 05:00 Uhr

„Wer reichlich erntet, sollte auch reichlich geben.“ In diesem Sinne feierte die Kirchengemeinde Jesendorf das Erntedankfest in der kleinen Kirche zu Jesendorf. Und wie in jedem Jahr haben im Vorfeld viele Gartenbesitzer aus ihrer Ernte die größte, kleinste oder kurioseste der ober- und unterirdischen Früchte mitgebracht.

„Wohl alle, die Ihr heute hier in der Kirche seid, habt einen Garten. Wer nicht, der hebt mal bitte die Hand“, sagte Pastor Andreas Kunert zu Beginn. Niemand meldete sich. „So habt Ihr auch in diesem Jahr wohl eine gute Ernte eingefahren“, fährt Kunert fort. Eine winzige Auswahl dieser „Gaben Gottes“ liegt vor dem Altar ausgebreitet. „Aber der Herr schenkt uns nicht nur diese Gaben, sondern er gibt uns auch ,Auf’gaben: Er sagt dir, gib ab, teile, schenke, was du übrig hast.“ Und das taten die Jesendorfer.

Nach dem Gottesdienst, den Pastor Andreas Kunert gemeinsam mit seiner Praktikantin Charlotta Reinhard aus Hamburg und zwei Konfirmanden sowie musikalisch mit dem Posaunenchor Wismar, seiner Frau Dorothea Kunert mit ihrer Querflöte und Dr. Bettina Westphal an der Gitarre zelebrierte, fand die Prämierung statt.

Martin Maercker, der Vorsitzende des Jesendorfer Kirchenbauvereins, bildete mit Landwirt Roland Frölich, Landwirt Daniel Bohl und Kirchengemeindemitglied Jana Kosmala eine Jury. Sie sollten in den drei Kategorien „oberirdisch“, „unterirdisch“ und „kurios“ die originellsten Früchte herauszusuchen.

Nach dem Mittagessen, spendiert von Gemeindemitgliedern, wurde prämiert. In der Kategorie „oberirdisch“ wurde ein Wirsing von Martin Maercker auf Platz 1 gesetzt, Spaghettibohnen von Roland Lück und eine Zucchini von René Kanacher landeten auf den Plätzen 2 und 3.

In der Kategorie „unterirdisch“ wurde René Kanacher mit blauen Kartoffeln Sieger. Pastor Kunert, der die Preisverleihung vornahm, bemerkte im Angesicht dieser etwas kumpelig gewachsenen Blauen lachend: „Die möchte ich aber nicht schälen müssen…“ Auf Platz 2 und 3 landeten eine Runkelrübe von Peter Klaffki und Martin Maerckers Bamberger Hörnli, das sind fingerdicke Kartoffeln.

Ein kringelig gewachsener Flaschenkürbis von Arno Diederichs siegte in der Kategorie „kurios“. Zweiter wurde ein Kohlrabi-Trio von Bärbel Fink und dritter Karotten von Peter Klaffki.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen