Wamckow : Musik, die Gefühle bewegt

Das „Duo Alegra“ mit Victorita Condoi und Eugène Rodger konzertierte in der Wamckower Dorfkirche.
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Das „Duo Alegra“ mit Victorita Condoi und Eugène Rodger konzertierte in der Wamckower Dorfkirche.

Schweriner „Duo Alegria“ trat in der Wamckower Dorfkirche auf.

nnn.de von
07. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eigentlich war für das Konzert in der Wamckower Kirche das Schweriner Salonorchester „Con Salon“ angekündigt. Wegen Krankheit eines Ensemblemitglieds kam eine Absage. Kurzfristig wurde ein „Ersatz“ gefunden, das „Duo Alegria“ mit Victorita Condoi (Violine) und Eugène Rodger (Gitarre) aus Schwerin.

„Alegria bedeutet so viel wie Lebensfreude und Temperament“, erläuterte Eugène Rodger in seiner Anmoderation den Namen des Ensembles. Wie treffend dieser Name sowohl für die beiden Künstler als auch für ihre Musikauswahl ist, sollte das Publikum in einer interessanten und berührenden Stunde der Musik erleben.

Seit sieben Jahren musizieren die beiden Künstler gemeinsam. Victorita Condoi, in Bukarest geboren, war viel Jahre Orchestermusikerin in der Schweriner Philharmonie und der Schweriner Staatskapelle. Seit 2002 ist sie freischaffend und neben ihrer Konzerttätigkeit auch als Musikpädagogin an verschiedenen Musikschulen Schwerins tätig. Eugène Rodger hat ebenfalls in Mecklenburg seinen Wohnsitz gefunden. Seine musikalische Karriere ist beeindruckend. Er studierte in Würzburg Gitarre, Laute und Blockflöte. Weltweit war er auf Konzertreisen unterwegs, gastierte unter anderem in der New-Yorker Carnegie Hall, arbeitete als Solist mit namhaften Orchestern und Dirigenten und wurde mit zahlreichen Musik- und Kulturpreisen ausgezeichnet.

Mit der Werkauswahl für das Wamckower Konzert führten die Künstler das Publikum durch die Musikwelt der Jahrhunderte, von der Renaissance bis in die Neuzeit. Zugleich war es eine Reise durch die Vielfalt menschlicher Emotionen – Lebensfreude, Trauer, Zorn, Erotik in gefühlvoller musikalischer Interpretation.

Kaum zu sagen, was an diesem Konzertabend am meisten berührte. War es die wunderbar gespielte Bachsonate, war es das melancholische „Seven Tears“ von John Dowland, dem Lautenisten und Komponisten aus dem elisabethanischen Zeitalter, oder war es das romantische Stück von der „Nymphe über dem Fluss“ ? Auf jeden Fall gehörte wohl ein Stück Wiener Klassik dazu, der begeisterte Applaus zeigte es. Mit virtuosem Geigenspiel beeindruckte Victorita Condoi, entführte mit der Komposition von Josef Mayseder in die Atmosphäre des damaligen Wien.
Astor Piazzolla, Begründer des Tango nuevo, stand am Schluss dieses Konzerts musikalischer Emotionen.

Nach solistischem Anspiel der Gitarre setzt die Geige ein. Voller Leidenschaft „erzählen“ die beiden Instrumente „Die Geschichte des Tango – L' Histoire du Tango“, mit Ohr und Auge ist das Publikum gefangen von klanglicher Ausdruckskraft und von der Spielfreude der Interpreten. Es gibt begeisterten Applaus. Da kommen die Künstler nicht ohne Zugabe davon.

Norbert Rethmann formulierte in seinen abschließenden Dankesworten für die Künstler treffend: „Dies war kein Ersatz, dies war wirklich ein Highlight.“










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