Neue Brücke und neue Ideen

Gewerbetreibende, Vereine und engagierte Bürger beim Neujahrsempfang in Blankenberg.
Gewerbetreibende, Vereine und engagierte Bürger beim Neujahrsempfang in Blankenberg.

Blankenbergs Bürgermeister Ralf Kähler lud Gewerbetreibende, Vereine und engagierte Bürger zum Neujahrsempfang

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10. Februar 2020, 05:00 Uhr

Symbolisch den Hut beim Neujahrsempfang im Gemeindehaus zog Ralf Kähler, Blankenbergs neuer ehrenamtlicher Bürgermeister, vor dem Engagement vieler Bürger im Hauptort sowie den Ortsteilen Penzin, Weiße Krug, Friedrichswalde und Wipersdorf. Seit vergangenem Sommer im Amt, nannte der 48-Jährige am Freitagabend als ein Beispiel den Herbstputz Ende Oktober: „Seit Langem haben wir das mal wieder als Gemeinde versucht. Es war überwältigend, mehr als 70 Leute machten mit. In allen Ortsteilen. Es war sehr effektiv, wahrscheinlich machen wir daraus eine Tradition.“

Kähler will in der Kommune einige neue Wege beschreiten. So sah der Weihnachtsmarkt etwas anders aus als die Jahre zuvor. „Die Bürger nahmen es sehr gut an.“ Bis zu 400 Leute kamen – nicht nur aus der Gemeinde. Diese zählt gerade an die 380 Einwohner.

Bei dem bevorstehenden Frühjahrsputz dachte Ralf Kähler auf dem Empfang für Gewerbetreibende, Vereine und engagierte Einwohner laut darüber nach, nach getaner Arbeit „die Leute mit einem Trecker einzusammeln“. Bei Spanferkel soll der Tag gesellig ausklingen. „Ich denke, wir sollten das versuchen und dabei jedes Jahr in einem anderen Ortsteil zusammenkommen.“

An einer Tradition festgehalten hat aber auch der Neue: Gleich nach der konstituierenden Sitzung schwangen sich die Gemeindevertreter auf den Drahtesel (SVZ berichtete). Bei der gemeinsamen Radtour ging es am 12. Juli durch die Dörfer, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Diese warteten schon auf uns“, so Kähler. Ein Anliegen der Leute war die Blankenberger Badestelle am Tempziner See und der zugewachsene Volleyballplatz. Mit Unterstützung durch Firmen sei das Spielfeld neu hergerichtet, ein neues Netz gespannt, die Pfosten versetzt und das Ganze auf Normgröße gebracht worden. Kähler: „Wir waren noch gar nicht ganz fertig, da waren schon die ersten Kinder und Jugendlichen da und haben herum gebaggert.“

Zugleich bedankte sich das Gemeindeoberhaupt bei den Wehren aus Brüel und Zahrensdorf-Langen Jarchow, von Letzterer war Wehrführer Horst Rausch auf dem Empfang zugegen, für deren Einsatzbereitschaft sowie für die Unterstützung bei Veranstaltungen in Blankenberg. Die Kommune verfügt über keine eigene Wehr. Auch der Chef der Wariner Pflanzenbauer mit Sitz in Trams Ausbau, Wolf-Dietmar Vetter, war gekommen. „Wir sichern für die Gemeinde den Winterdienst ab. In diesem Winter gibt es allerdings nichts zu tun. Einen Tag mal waren wir unterwegs“, so Vetter.

Und auch Warins Bürgermeister Björn Griese schaute vorbei, sein Amtskollege hatte ihn „am Vormittag angerufen und spontan eingeladen“, so Griese. Die Nachbarn treffen sich auch sonst über Kreisgrenzen hinweg. Blankenberg grenzt an die Stadt Warin im NWM-Kreis. Bei der Tönnisbach-Brücke etwa, die in diesem Jahr einen Ersatzneubau bekommen soll, liegt die Gemarkungsgrenze in der Flussmitte.


2020 kommt neue Radebachbrücke

Allerdings könnte es bei einem anderem Brückenprojekt schneller gehen. Die Gemeinde Blankenberg hatte – wie berichtet – im Vorjahr den Einstiegsweg zum Radebach samt Brücke erworben. Der Radebach-Rundweg ist nicht nur für Touristen wichtig, die per Bahn bis Blankenberg anreisen; für die Bürger aus Weiße Krug ist dies die kürzeste Verbindung per Rad zum Bahnhof. „Die Planungen zum Ersatzneubau sind angelaufen. Wir wollen als Gemeinde diese neue Brücke haben. Ziel ist Ende 2020“, so Kähler. Der langjährige ehemalige Bürgermeister Peter Davids, Vorstandsvorsitzender der Flurneuordnung der Gemeinde, sagte gegenüber SVZ: „Die Brücke kommt 2020 – mit dem Flurneuordnungsverfahren.“
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