Witzin : Ziel waren die Mammutbäume

Auch wenn es manchmal anstrengend war, der Besuch der Mammutbäume an frischer Luft hat sich gelohnt.  Fotos: Wilfried Thomä
1 von 3
Auch wenn es manchmal anstrengend war, der Besuch der Mammutbäume an frischer Luft hat sich gelohnt. Fotos: Wilfried Thomä

Einheimische und Gäste waren bei ihrer mittlerweile 21. Neujahrswanderung wieder einmal im Rosenower Forst unterwegs.

nnn.de von
03. Januar 2018, 12:00 Uhr

Wenn man sich am Nachmittag des Neujahrstages bei den vielen Teilnehmern der Witziner Neujahrswanderung so umgesehen hat, konnte man noch eine müde Gesichter erkennen, denn die vergangene Nacht war doch wohl etwas zu kurz geraten. Frische Luft, interessante Gespräche und etwas Bewegung waren dagegen genau die richtige Medizin.

Das Ziel der gut 50 Wanderer waren in diesem Jahr die Mammutbäume in der Nähe des Forsthofes in Rosenow. Wann die Mammutbäume in unserer Region gekommen sind, ist leider nicht genau bekannt.

Seit 21 Jahren kann man mit der Witziner Dörpschaft am Neujahrstag wandern gehen und sehr oft war dabei auch der Rosenower Wald das Ziel, ohne die botanische Besonderheit der Mammutbäume zu beachten. Diese Bäume stehen auf der roten Liste. Sie zählen zu den ältesten und größten Bäume überhaupt und sind erst Mitte des 19. Jahrhunderts aus Amerika nach Europa gekommen.

In Deutschland wurden sie insbesondere in Parks angepflanzt, die als englische Landschaftsgärten angelegt wurden. Die Heimat der Mammutbäume liegt an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien in Höhenlagen zwischen 1350 und 2500 Metern. Der größte lebende Riesenmammutbaum, der General Shermann Tree, steht im Giant Forest im Sequoia-Nationalpark. Er hat eine Höhe von fast 84 Metern und ist ca. 900 Jahre alt.

Aufgrund der Größe werden die Bäume oft von Blitzeinschlägen getroffen. Diese Erfahrung hat auch vor vielen Jahren der große Mammutbaum auf dem Rosenower Forsthof gemacht. Heute ist davon nur noch wenig zu sehen. Die Besonderheit im diesem Waldgebiet liegt wohl darin, das neben dem älteren Baum auf dem Forsthof zehn weitere Bäume in einer imposanten Reihe stehen.

Auch wenn es für die Wanderer mit Kinder- und Bollerwagen etwas anstrengend war – der Besuch der Mammutbäume hat sich für alle gelohnt. Die müden Gesichter waren verschwunden. Bei Tee, Glühwein oder Bratwurst hatte so mancher Witziner und deren Gäste aus der näheren Umgebung, aber auch aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hamburg, nun viel über die Besonderheiten unserer Region zu erzählen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen