Neues Wohngebiet in Pingelshagen : Mehr Bewerber als Grundstücke: Zwei Lostöpfe für Bauwillige

Pingelshagen wächst: Hier werden nächstes Jahr 16 Häuser gebaut. Bis dahin wird die 20-kV-Leitung unterirdisch verlegt.
Pingelshagen wächst: Hier werden nächstes Jahr 16 Häuser gebaut. Bis dahin wird die 20-kV-Leitung unterirdisch verlegt.

Die Erschließung des Baugebietes in Pingelshagen soll im März beginnen. Der Bürgermeister informiert über mögliches Vergabeverfahren.

nnn.de von
15. August 2019, 12:00 Uhr

Wer baut im neuen Baugebiet „Am Aubach II“ in Pingelshagen? Schon heute steht fest: Es gibt mehr Bewerber als Grundstücke. Damit es bei der Vergabe fair zugeht, will die Gemeinde die Bauplätze verlosen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, darüber informierte Bürgermeister Reimond Weding unter anderem am Dienstagabend auf einer Einwohnerversammlung.

Pingelshagener haben Grundstück sicher

„Voraussichtlich wird es zwei Lostöpfe geben. Einen Topf für Bewerber aus Pingelshagen und einen für die Interessenten von außerhalb.“ Die Pingelshagener – aktuell gibt es acht Bauwillige aus dem Dorf – haben wegen „Eigenbedarf“ schon ein Grundstück sicher. Die Verlosung entscheidet hier lediglich darüber, wer sich zuerst einen Bauplatz aussuchen darf. Zieht ein Bewerber also die Losnummer 1, hätte er die freie Auswahl unter den 16 Grundstücken.

Die Verlosung unter den auswärtigen Bewerbern entscheidet dann, wer von ihnen noch einen Bauplatz bekommt. Denn für die aktuell 22 Interessenten würden dann nur noch acht Plätze bleiben. Noch sind das aber nur Zahlenspiele. Denn offiziell bewerben können sich die potenziellen Bauherren erst, wenn die Grundstückspreise feststehen.

Es muss wirtschaftlich für die Gemeinde bleiben

Die Gemeinde, die das Bauland verkauft, will dazu noch die Ausschreibung für die Erschließung abwarten. „Erst, wenn wir die Preise der Firmen kennen, legen wir den Verkaufspreis fest.“ Pingelshagen werde konkurrenzfähig mit den anderen Umlandgemeinden bleiben, vielleicht sogar etwas darunter liegen, so Weding. „Wir sind ja kein Unternehmen, das auf Maximalgewinn aus ist. Es muss am Ende nur wirtschaftlich bleiben für die Gemeinde.“

Seit 1992 hat Pingelshagen vier B-Pläne beschlossen – erst für 96 Häuser im Wohngebiet „Am Tannenberg“, dann für 43 Häuser „Am Aubach I“ und im Jahr 2002 für zwölf Häuser „Am Paradies“. Die Zahl der Einwohner hat sich seitdem verfünffacht – auf heute knapp 600. Der im März dieses Jahres beschlossene B-Plan für den Aubach II sieht 16 Bauplätze in einer Größe zwischen 667 und 1183 Quadratmetern vor. Während der fünfmonatigen Erschließungsphase ab März 2020 werde auch die 20-kV-Leitung unterirdisch verlegt, informierte Maik Triebsch vom Amt Lützow-Lübstorf. Zudem sei für die Grundstücke eine Regenentwässerung im Straßensystem vorgesehen. Ein Bodengutachten hatte ergeben, dass eine Versickerung wegen des hohen Lehmgehalts in der Erde nicht möglich wäre.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen