Roter Panda aus dem Zoo Schwerin : Tierischer Medienstar „Polly“ lebt jetzt in Berlin

von 12. November 2021, 16:42 Uhr

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„Polly“ liebte es, hoch oben in den Bäumen ihres Geheges zu klettern. Das Rote-Panda-Weibchen lebt mittlerweile im Berliner Tierpark.
„Polly“ liebte es, hoch oben in den Bäumen ihres Geheges zu klettern. Das Rote-Panda-Weibchen lebt mittlerweile im Berliner Tierpark.

Die berührende Geschichte der Katzenbärin hat vor zwei Jahren die Schweriner mitgerissen. Weil sich ihr körperlicher Zustand nicht verbesserte, musste sie schließlich umziehen.

Schwerin | Kleines schwarzes Näschen und dunkle Knopfaugen – mit ihrem niedlichen Gesicht erwärmte die Rote-Panda-Dame „Polly“ die Herzen vieler Schweriner. Erst recht, als es ihr vor zwei Jahren sehr schlecht ging. Sie verlor Gewicht, hatte Fellprobleme. Und niemand wusste warum. „Polly“ musste in den Computertomografen der Helios-Kliniken und wurde so bundesweit zum Medienstar. Und wie geht es der Katzenbärin heute? „Polly“ lebt jetzt im Berliner Tierpark Sie hat sich wieder aufgerappelt. Allerdings lebt „Polly“ mittlerweile nicht mehr im Schweriner Zoo. Das Weibchen musste umziehen, weil es offensichtlich seinen Partner „Leo“ nicht mochte, erklärt Zoo-Biologin Sabrina Höft. Nach den Untersuchungen im Krankenhaus konnten organische Ursachen für den schlechten Zustand der Panda-Dame ausgeschlossen werden. Und so vermutete der Zoo seelische Gründe. Stress könne auch bei Tieren ein Faktor sein, der sich auf den Körper auswirke, so Sabrina Höft. „Leo“ kam 2016 zu ihr ins Gehege. Das junge Männchen suchte damals die Nähe zu „Polly“. Und sie hätten genetisch auch super zusammengepasst, sagt Sabrina Höft. Zwischendurch vermuteten die Zoo-Mitarbeiter sogar, dass Nachwuchs ansteht, weil die Katzenbärin ein Nest baute. Doch das bestätigte sich nicht. Im Gegenteil. Dem Weibchen ging es zunehmend schlechter. Weiterlesen: Kranke Rote-Panda-Dame: Was fehlt Polly? Im Berliner Tierpark mit neuen Artgenossen rappelte sie sich dann zum Glück auf. Sie nahm zu, ihr Fell sieht wieder gut aus. „Sie scheint sich da wohl zu fühlen“, schätzt Sabrina Höft. In den ersten Monaten stand der Schweriner Zoo im engen Kontakt zu den Berliner Kollegen. Die bestätigen ihre Genesung: „,Polly' hat sich sehr gut bei uns eingelebt", heißt aus Metropole. Man könne allerdings noch erkennen, dass ihr Fell etwas anders aussehe als bei anderen kleinen Pandas. Zwei Weibchen leisten ihr zurzeit Gesellschaft im großen Gehege. Im Frühjahr nächsten Jahres wird „Polly“ die neue Anlage in der „Berglandschaft Himalaya“ beziehen und dort auf der wohl größten Katzenbärenanlage Deutschlands zusammen mit anderen Weibchen leben. „Es ist nicht vorgesehen, mit ihr zu züchten, sie fühlt sich in der Gesellschaft der anderen Weibchen aber wohl.“ Weiterlesen: Pollys Panda-Freund Leo aus 20 Metern Höhe gerettet Ein neues Weibchen für „Leo“ Und auch „Leo“ soll nicht länger alleine bleiben. Auch wenn sich das junge Männchen in den Baumwipfeln Schwerins nicht einsam fühlt. „Rote Pandas sind von Natur aus Einzelgänger", sagt Sabrina Höft. Trotzdem könnte bald ein neues Weibchen bei ihm einziehen. Ein passendes Jungtier zu finden, sei allerdings nicht so einfach, erklärt die Zoo-Biologin. Denn bei der Zucht sollte ein möglichst breiter genetischer Pool jeder Art erhalten werden. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich alle genetischen Linien gleichmäßig reproduzieren.“ Heißt, Männchen und Weibchen können nicht wahllos zusammengeführt werden. Im Schweriner Zoo ist man aber zuversichtlich, dass schon im kommenden Jahr eine Rote-Panda-Dame für „Leo“ gefunden wird. ...

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