Gewaltverbrechen erschüttert Schwerin : Bei Einbruch überrascht - 23-Jähriger wegen Mordverdachts in U-Haft

Mit Blumen und Herzen bringen Nachbarn und Freunde vor dem Haus des Opfers ihre Trauer zum Ausdruck.

Mit Blumen und Herzen bringen Nachbarn und Freunde vor dem Haus des Opfers ihre Trauer zum Ausdruck.

Eine 85-Jährige wird in ihrem eigenen Haus erschlagen. Eine Woche später scheint der Fall gelöst.

nnn.de von
14. September 2018, 09:28 Uhr

Eine Woche nach dem gewaltsamen Tod einer 85-jährigen Frau in ihrem Schweriner Haus hat sich der mutmaßliche Täter gestellt. Das Amtsgericht erließ am Freitag Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen den 23-jährigen Mann aus Schwerin, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er sei dringend verdächtig, die Seniorin mit massiver Gewalt getötet zu haben, als sie ihn beim nächtlichen Einbruch in ihr Haus überraschte. Ihre Leiche war am Freitag vergangener Woche entdeckt worden. Nachbarn hatten sich Sorgen um die alleinlebende alte Dame gemacht.

Ermittlungsdruck der Polizei

Den Ermittlern zufolge kannte der junge Mann sein Opfer. In der Nacht zum 7. September sei er in das Haus eingebrochen und habe die Schränke durchwühlt. Dabei soll ihn die Frau überrascht haben. „Woraufhin er sie zu Boden stieß und in der Absicht, sie zur Verdeckung der von ihm begangenen Diebstahlshandlungen zu töten, ihr massive Schläge gegen den Kopf und den Oberkörper zufügte“, erklärte die Staatsanwaltschaft zum Stand der Ermittlungen. „Nachdem sich der Beschuldigte vom Tod seines Opfers überzeugt hatte, flüchtete er unter Mitnahme von aufgefundenen Schmuckstücken und Bargeld vom Tatort.“

Der mutmaßliche Täter hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Donnerstag im Beisein eines Anwaltes bei der Polizei gestellt und die Tat beim Haftrichter gestanden. Die Polizei hatte unter starker Einbeziehung der Öffentlichkeit ermittelt und den Angaben zufolge einen maßgeblichen Zeugenhinweis bekommen. Am Mittwoch hatten Beamte rund 800 Passanten in der Gegend um den Tatort befragt. Außerdem waren Handzettel verteilt und Plakate angebracht worden.

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