Banzkow : Die Quotenkönigin aus dem Stall

Das Banzkower Team um Jan Kunkel (2.v.r.) ist mächtig stolz auf die Leistung der 100  000-Liter-Kuh Zarina.
Das Banzkower Team um Jan Kunkel (2.v.r.) ist mächtig stolz auf die Leistung der 100 000-Liter-Kuh Zarina.

Kuh der Banzkower Agrarproduktivgenossenschaft hat 100 000 Liter Milch gegeben und wird jetzt mit dem blauen Band ausgezeichnet

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11. November 2017, 12:01 Uhr

Premiere bei der Banzkower Agrarproduktivgenossenschaft: Statt rotem Teppich gab es grüne Wiese und Stallduft satt. Denn der Star des gestrigen Tages kam nicht in hohen Schuhen und Ballkleid zum Fototermin. Zwar genauso aufgeregt wie manche Diva, aber lediglich mit frisch gewaschenem Fell präsentierte sich Zarina. So heißt die Banzkower Quotenkönigin. Ein Hochleistungsrind der Rasse Holstein-Friesen schwarzbunt. 100 000 Liter Milch hat sie gegeben und wurde jetzt von der Rinderallianz und dem Landeskontrollverband ausgezeichnet. „Es ist die erste Kuh, die bei uns diese Leistung erreicht hat“, sagt Gerhard Ihde, Vorstandsvorsitzender der Agrarproduktivgenossenschaft. Wie so eine hohe Quote überhaupt möglich ist, erklärt der Leiter der Milchproduktion Jan Kunkel: „Nur wenn eine Kuh gut gepflegt wird und die Haltungsbedingungen stimmen, kann sie auch so eine Leistung abgeben.“ Zarina wurde am 1. November 2005 in Banzkow geboren, hat bereits neuen lebende Kälber zur Welt gebracht – fünf männliche, vier weibliche. „Sie selbst ist bereits Ur-Oma“, sagt Angelika Fraß vom Landeskontrollverband und ergänzt: „Zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Urenkelin sind derzeit noch hier in Banzkow im Betrieb.“ Petra Pitzschel vom Milchkontrollverein Parchim und zudem Arla Auditor hob gestern noch einmal die besonderen Tierwohlstandards in Banzkow hervor. Für das Team der Genossenschaft gab es neben Blumen auch noch eine Plakette.

Und für Zarina? Die darf nun in den „Wellness-Bereich“, wie Petra Pitzschel das Abteil für die Trockensteher liebevoll nennt. Dort gibt es neben reichlich Platz und Ruhe zudem Stroh. „Und sie bekommt eine Streicheleinheit mehr“, versicherte Jan Kunkel. Und ansonsten ist der Speiseplan recht festgezurrt. Neben etwa 70 Liter Wasser, die eine Kuh täglich braucht, gäbe es 24 Kilogramm Mais-Silage, 14 Kilogramm Gras-Silage, 9 Kilogramm Kraftfutter und zusätzlich 500 Gramm Stroh. Das meiste direkt aus der Region, denn die von der APG bewirtschafteten Flächen, so Gerhard Ihde, liegen alle bei Banzkow und Mirow.

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