Schwerin : Kulturforum wird bunter

Das Bild „Der Hund, der die Sonne anbellt“ von Joan Miro wird im Sommer in Schwerin zu sehen sein.  Repro: Schunke
Das Bild „Der Hund, der die Sonne anbellt“ von Joan Miro wird im Sommer in Schwerin zu sehen sein. Repro: Schunke

Schleswig-Holstein-Haus will im 25. Jahr seines Bestehens mit Vielfalt punkten und zeigt unter anderem eine Miro-Schau

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14. Februar 2020, 05:00 Uhr

Bilder des großen Surrealisten Joan Miro, die besten Karikaturen des Jahres, die Skulpturen-Geschenke des Bildhauers August-Martin Hoffmann für die Stadt, eine Rückschau auf Schwerin in der Zeit zwischen friedlicher Revolution und Wiedervereinigung – das Schleswig-Holstein-Haus plant für das 25. Jahr seines Bestehens bunte Vielfalt. „Wir wollen das Profil des Hauses als städtisches Kulturforum schärfen“, sagt Leiterin Antje Schunke. Für das Jubiläumsjahr sei eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant, die die große Bandbreite des Kunst- und Kulturlebens in der Landeshauptstadt widerspiegeln.

Dann zählt sie die wichtigsten auf: Nach der aktuellen Ausstellung von Landschaftsfotografie aus MV kommen am 6. März die besten deutschen Karikaturen des Jahres 2019 nach Schwerin. „Prima Klima“ lautet der Titel der fünfwöchigen Schau. Es folgen Bilder und Plastiken von Hans Ticha, einem der renommiertesten Pop-Art-Künstler der DDR. Parallel dazu würdigt die Stadt den Bildhauer August-Martin Hoffmann. „Dessen Plastiken bereichern an vielen Punkten das Stadtbild“, sagt Schunke und nennt einige Beispiele: „Der Junge mit der Taube“ am Pfaffenteich, „Die Sitzende“ auf dem Schelfmarkt, „Die Bärenkinder“ im Zoo, „Die Schwimmenden“ vor der Schwimmhalle und viele andere.

Die große Sommerausstellung sei als Publikumsmagnet konzipiert. Gezeigt werden vom 2. Juli bis 27. September Bilder von Joan Miro, einem der bekanntesten surrealistischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Weitere Facetten, die die Vielfalt des Angebots unterstreichen, seien „Schwarze Kunst“ zum Buchdruck in Mecklenburg, eine Video-Schau von Schweriner und finnischen Künstlern, eine Exposition zur Städtepartnerschaft mit Vaasa und ein Rückblick auf die Zeit zwischen November 1989 und Oktober 1990 in Schwerin. Die Ausstellung „Die schwebende Zeit“ soll die Veränderungen im letzten Jahr des Bezirkes Schwerin zeigen. Der Geburtstag des Hauses soll am 25. August gefeiert werden mit einem A-Cappella-Fest im Garten. Hinzu im Programm kommen die festen Größen wie das Freilichtkino im Sommer und die Kurzfilmtage im Winter, die Lesungen der Schweriner Literaturtage und der kunsthandwerkliche Advent im Hof.

„Wir wollen auch wieder die Schweriner ins Programm einbeziehen, kündigt die Leiterin des kommunalen Kulturforums an. Zum Tag des offenen Denkmals seien Erinnerungen der Bürger an das Schleswig-Holstein-Haus und seine Vorgeschichte gefragt. „Hier wurde gewohnt, diskutiert, geheiratet, musiziert, getanzt, informiert, gewählt und vieles mehr, wovon ganz sicher interessante Geschichten erzählt werden können. Wir bitten die Schweriner, uns ihre Erinnerungen aufzuschreiben, damit wir daraus eine Ausstellung aufbauen können“, sagt Antje Schunke.

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