Schwerin : Lückenschluss neben der B 104

Platz schaffen für den Radweg: Zwischen Friedrichsthal und der Brüsewitzer Ampelkreuzung werden Bäume gefällt.
Platz schaffen für den Radweg: Zwischen Friedrichsthal und der Brüsewitzer Ampelkreuzung werden Bäume gefällt.

Für den Radweg zwischen Schwerin und Lützow werden jetzt Bäume gefällt. Abzweig Herren Steinfeld bekommt Abbiegespur

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08. Februar 2018, 12:00 Uhr

Der Baustart für den Radweg neben der B 104 zwischen der Brüsewitzer Ampelkreuzung und Schwerin-Friedrichsthal soll erst im Juli sein, doch schon jetzt wird die Säge angesetzt. Für die Radwegetrasse wird Platz geschaffen. Etwas mehr als 1000 Bäume müssen weichen, die meisten im Wald am Bahnhof Friedrichsthal. „Diese Fällarbeiten können wir nur jetzt im Februar ausführen – mit Rücksicht auf den Vogelschutz“, erläutert Dr. Thorsten Uhlig, stellvertretender Leiter des Straßenbauamtes Schwerin.

Ob es dann wie vorgesehen im Sommer mit den Erdarbeiten losgehen kann, ist allerdings noch nicht einhundertprozentig klar: Für das Frühjahr ist das Absuchen der Areals auf Waffen und Munitionsreste vorgesehen. „Wir hoffen, dass wir damit bis zum Juni fertig sind“, fügt Uhlig hinzu. „Aber sicher können wir da nie sein.“ Denn gegen Ende des Zweiten Weltkrieges sind rund um Schwerin unzählige Waffen in den Wäldern neben den Hauptstraßen gelandet. Vor allem deutsche Soldaten haben sich im Frühjahr 1945 so ihrer Waffen entledigt. Diese gefährlichen Altlasten müssen nun von Spezialisten eingesammelt und fachgerecht entsorgt werden, bevor der Radwegebau starten kann.

Doch die Fachleute vom Straßenbauamt wollen dieses Projekt voranbringen, den Lückenschluss im Radweg neben der B 104 bis Friedrichsthal schaffen. Bis zur Brüsewitzer Ampelkreuzung reicht die sichere Trasse für die Pedalritter bereits. 5,3 Kilometer bis zum Ortseingang von Schwerin fehlen allerdings noch. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die fertig sein.

„Wir planen, den Bau in drei Abschnitte zu unterteilen“, erläutert Uhlig. Zuerst ist der Abschnitt zwischen der Brüsewitzer Kreuzung und der Abfahrt Herren Steinfeld an der Reihe – auf der Brüsewitzer Seite der B 104. Der zweite ist der kürzeste Teil und dennoch der anspruchsvollste. Denn die Abfahrt von der B 104 nach Herren Steinfeld erhält auch Abbiegespuren. Auch der Kreuzungspunkt mit der Bahntrasse wird neu gestaltet. „Da laufen noch Feinabstimmungen“, betont Uhlig. Das letzte Teilstück in Richtung Schwerin verläuft dann auf der anderen Straßenseite – auf der zum Neumühler See. Bei den Kosten geht der stellvertretende Leiter des Straßenbauamtes nach jetzigem Stand der Dinge von mehr als zwei Millionen Euro aus. „Wir hoffen, dass es durch die anstehenden Ausschreibungen etwas günstiger wird“, fügt Uhlig an.

Fest steht, dass allein die jetzt angelaufene Baumfällaktion 72 000 Euro kostet. Dafür muss die B 104 bis Ende Februar abschnittsweise halbseitig gesperrt werden. Baustellenampeln regeln den Verkehr. Behinderungen für Autofahrer können nicht ausgeschlossen werden.

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