Aus dem Leben : Schokokeks und Studium

In ihrer Freizeit fotografiert Neu-Schwerinerin Sorana Mann leidenschaftlich gerne. Oder backt Kekse – die einen dankbaren Abnehmer beim Freund Bengt Ole Wilde finden.
In ihrer Freizeit fotografiert Neu-Schwerinerin Sorana Mann leidenschaftlich gerne. Oder backt Kekse – die einen dankbaren Abnehmer beim Freund Bengt Ole Wilde finden.

Sorana Mann studiert an der Fachhochschule, liebt es zu backen und beginnt gerade das Abenteuer, allein zu wohnen

nnn.de von
23. April 2019, 05:00 Uhr

Schelfstadt | Der Duft von frisch Gebackenem steigt in die Nase. Der Kaffee ist frisch gebrüht. Ein direktes „Hallo“ kommt dem Besucher entgegen. Inklusive eines freundlichen Lächelns. „Schokoladenkekse backe ich ganz gerne“, sagt Sorana Mann, die gastfreundlich in ihr erstes kleines eigenes Zuhause einlädt.

Die 21-Jährige wohnt seit gut einem halben Jahr in Schwerin. Das Studium an der Fachhochschule des Mittelstandes hat die junge Frau in die Landeshaupstadt geführt. „Ursprünglich komme ich aus der Nähe von Mainz“, erzählt Sorana Mann. Der Name kommt ursprünglich aus Rumänien. Die junge Frau wurde aber nach einer Romanfigur benannt.

Etwas wehmütig blickt sie auf die Feiertage zurück: Das erste Mal Ostern ohne die Familie. „Bei uns gibt es dann kleine Traditionen. Gründonnerstag gibt es Spinat, Karfreitag essen wir kein Fleisch, sondern Fisch“, erzählt sie. Das hat sie auch so gemacht, sozusagen, um sich ein Stück Heimat in die eigene kleine Wohnung zu holen. Gerade die Oma war etwas traurig, dass die Enkelin dieses Osterfest nicht da sein konnte. „Die freut sich eigentlich immer, wenn ich vorbeischaue“, sagt Sorana Mann. Ein Ostergeschenk gab es trotzdem – bunt verpackt. Dass Sorana Mann nicht nach Hause gefahren ist, hat auch einen Grund: Die Studentin wollte lernen für die Prüfungen im Mai. Dafür hat sie sich einen kleinen Lernplan gemacht.

Wenn die junge Frau sich nicht in ihre Lehrbücher vertieft, fotografiert sie oder backt leidenschaftlich gerne. „Schoko-Sahne-Torte ist mein Steckenpferd“, erzählt sie und ergänzt, dass sie die bereits mehrmals gezaubert hat, zum Beispiel zu Geburtstagen. Doch in Schwerin fehlen der Studentin bisher noch die Utensilien. „Mein Hausstand ist noch nicht so groß“, sagt Sorana Mann und lächelt bescheiden.

Mit ihren Anfang 20 lernt sie gerade, was es bedeutet, allein zu wohnen. „Ich bin zwar meine eigene Herrin, kann tun und lassen, was und wann ich will, aber es ist eben auch Verantwortung“, ordnet sie ihr Schweriner Leben ein. Wenn Briefe oder Rechnungen ins Haus flattern, „geht das auf meine Kappe, wenn sie nicht bezahlt sind.“

Manchmal fühlt sich die Neu-Schwerinrin etwas einsam im eigenen Heim, aber an den Wochenenden kommt häufig ihr Freund, Bengt-OleWilde zu Besuch. Der ebenfalls 21-Jährige arbeitet bei der Bundeswehr in Delmenhorst. So oft es möglich ist, schaut er vorbei. Und vielleicht ziehen die beiden auch gemeinsam nach Schwerin. Und verbringen dann das nächste Osterfest zusammen.

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