Schwerin : Schon wieder Retter im Einsatz angegriffen

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Während der Behandlung wurden Rettungskräfte vom Patienten bedrängt und aggressiv angegangen.

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05. Februar 2020, 10:20 Uhr

Sie werden beschimpft, beleidigt und zum Teil sogar körperlich angegangen – Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten sehen sich in der Landeshauptstadt immer öfter Anfeindungen gegenüber. Die Beamten beklagen den immer geringer werdenden Respekt und sprechen von einer nur noch niedrigen Hemmschwelle.

Jetzt gibt es in der Landeshauptstadt einen neuen Fall, bei dem Rettungskräfte während eines Einsatzes massiv bedroht und bedrängt wurden. Schauplatz: eine Wohnung in der Gadebuscher Straße. „Gemeldet wurde ein Mann, der Schmerzen in der Brust hatte und dringend medizinische Versorgung benötigte. Allerdings befand sich der Patient nicht in seiner eigenen Wohnung, sondern war Gast eines Bekannten“, sagt Polizeisprecherin Juliane Zgonine.

Bedrohungen und Beleidigungen kommen leider immer häufiger vor. Juliane Zgonine, Polizeisprecherin
 

Der Gastgeber  trat während des Einsatzes allerdings so heftig in Erscheinung, dass später ein Polizeieinsatz nötig wurde.  „Während der Behandlung hatte er die Rettungskräfte  derart bedrängt und aggressiv angegangen, dass die sich aus der Wohnung zurückziehen mussten“, so Zgonine. Weil der  Patient allerdings  noch nicht komplett versorgt war und die Retter ihr medizinisches Equipment in der Wohnung zurück lassen mussten, kam die Polizei. Im Beisein der Beamten konnte die medizinische Behandlung beendet werden. Gegen den polizeibekannten deutschen 34-jährigen Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

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