Schweriner Zoo : Tierisches Vergnügen geht weiter

Farbtupfer im Winter: Die Flamingos des Zoos sollen ein neues Haus bekommen.
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Farbtupfer im Winter: Die Flamingos des Zoos sollen ein neues Haus bekommen.

Neue Bewohner, neue Bauten: Schweriner Zoo hat sich in diesem Jahr viel vorgenommen / Sonderführung am Valentinstag

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07. Februar 2018, 12:00 Uhr

Aus der Jamaika-Koalition in Berlin ist nichts geworden. Im Schweriner Zoo ist die Karibik-Insel jetzt aber prominent vertreten – mit einer Schlange. Die Jamaika-Boa, die ihr Terrarium im Humboldt-Haus bezogen hat, zählt zu den bedrohten Arten. Ihr Domizil hinter Glas liegt gleich neben dem von Kugelgürteltier-Paar Pedro und Ingrid. Zuwachs gibt es auch bei den Faultieren im Südamerika-Haus: Männchen Alwin hat eine Partnerin bekommen.

Zoo-Freunde dürfen sich im Laufe des Jahres auch auf weitere neue Bewohner im Tierpark freuen, verspricht Marketing-Chefin Tina Stalgies. Im Frühsommer, so die Planung, zieht der erste Helmkasuar in die neue Anlage neben der ebenfalls neuen Besucherbrücke an der Wasservogelanlage des Zoos ein. Etwas früher werden zwei Hengste bei den Grevy-Zebras erwartet, die die beiden im vergangenen Jahr verstorbenen Hengste ersetzen.

Tun wird sich auch etwas bei den Vögeln im Tierpark. So unterstützt der Schweriner Zoo die Kampagne „Silent Forest“ des europäischen Zoo-Verbandes, die über die starke Gefährdung asiatischer Singvögel aufklärt. Diesem Thema wird eine der Volieren gewidmet, umgestaltet und mit betroffen Vogelarten besetzt. „Natürlich nicht mit Wildfängen, sondern mit Tieren aus speziellen Zuchtprogrammen des Zoo-Verbandes“, sagt Zoo-Biologin Sabrina Höft.

Und es wird in diesem Jahr auch wieder gebaut im Zoo: Die Flamingos bekommen ein neues Haus, in dem sie sich auch in Zeiten einer neuen Vogelgrippe wohlfühlen und vom Besucher beobachtet werden können. Der Bereich der freilaufenden Präriehunde wird aufgewertet und an einigen Stellen werden die Besucherwege neu gemacht, so zum Beispiel vor der Alpakaanlage. Hier staut sich regelmäßig das Regenwasser.

130 011 Eintrittskarten verkaufte der Zoo im vergangenen Jahr – trotz Vogelgrippe und verregnetem Sommer. „Umso erfreulicher, dass die Marke von 130 000 Karten geknackt wurde“, sagt Aufsichtsratschef Silvio Horn. Auch Zoo-Direktor Dr. Tim Schikora freut sich über den wachsenden Zuspruch: „Es zeigt sich, dass wir mit den angestoßenen Entwicklungen auf dem richtigen Weg sind.“ Anfang des Jahres führte der Tierpark ein neues Preissystem ein. Das Ziel: mehr Geld in der Kasse, aber auch mehr Transparenz.

Den Veranstaltungsreigen im Zoo eröffnet auch in diesem Jahr eine Sonderführung zum Valentinstag am 14. Februar. Der eigentliche Saisonauftakt fällt wie gewohnt auf das Osterfest, wieder mit öffentlicher Ostereiersuchaktion am Ostersonntag. Diesmal aber in einem anderen Format. Neu im Programm ist der Zoo-Spendenlauf am 25. April. Am 6. Juni startet im Zoo die Reihe der traditionellen Seniorennachmittage.


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