Plau am See : Sperrung der Hubbrücke ist eine Option

Die Sperrung der Hubbrücke ist eine Option, um den Verkehr in der Plauer Innenstadt zu beruhigen.
Die Sperrung der Hubbrücke ist eine Option, um den Verkehr in der Plauer Innenstadt zu beruhigen.

Verkehrskonzept für Plau am See soll zeitnah umgesetzt werden – Weitreichende Veränderungen im Gespräch

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12. September 2019, 20:00 Uhr

Das Verkehrskonzept für Plau am See soll zeitnah unter Beteiligung der Einwohner umgesetzt werden. Darauf haben sich die Stadtvertreter auf ihrer Sondersitzung verständigt. Das Konzept sieht unter anderem einen Kreisverkehr an der Kreuzung Schulstraße/Lange Straße, die Anbindung der Plauerhäger Straße an die B 191 und die zumindest saisonale Sperrung der Hubbrücke für den Autoverkehr vor.

Großes Bürgerinteresse

Dass das Verkehrskonzept auch in der Öffentlichkeit auf reges Interesse zu stoßen scheint – die Stuhlreihen waren fast vollständig besetzt – stellte Bürgervorsteher Dirk Tast gleich zu Beginn der Sitzung fest. Allerdings musste Tast die Erwartungen gleich ein wenig dämpfen. Die Sitzung diene hauptsächlich dazu, die Stadtvertreter, die teilweise neue sind, auf den gleichen Stand zu bringen.

Verkehrskonzept vorgestellt

Im Anschluss an die Einwohnerfragestunde stellte Christoph Klaeser vom Ingenieurbüro Klaeser aus Waren (Müritz) das Verkehrskonzept detailliert vor. Beim Hauptstraßennetz sieht der Planer als wichtigste Maßnahmen die Umgestaltung der Kreuzung Schulstraße/Lange Straße zu einem Kreisverkehr, die Umgestaltung wichtiger „Eingangsknoten“, die Anbindung der Plauerhäger Straße an die B 191, die Verlängerung der Ortsumgehung in Richtung Quetziner Straße sowie den Ausbau des Knotenpunktes B 103/ B 191 alt zum Kreisverkehr.

 

Im Bereich Altstadt/Ruhender Verkehr ist die Sperrung der Hubbrücke – zumindest saisonal – angedacht. Weitere Maßnahmen sind die Einführung eines statischen Parkleitsystems, die Umsetzung aktueller Entwicklungen bei Bezahlsystemen und ein Standortkonzept für die E-Ladeinfrastruktur.

Schrittweise Umsetzung

Bürgermeister Norbert Reier wies daraufhin, dass das Verkehrskonzept nicht in einem Zug umgesetzt werden kann. Man müsse sich verständigen, welche Maßnahmen am wichtigsten sind. Stadtvertreterin Heike Hartung machte den Vorschlag, Bürgerversammlungen an den jeweiligen Schwerpunkten in der Stadt durchzuführen. Sven Hoffmeister schlug für die CDU-Fraktion eine bestimmte Vorgehensweise vor. Zuerst soll das Konzept den Bürgern im Internet, im Rathaus und der Plauer Zeitung bekannt gemacht werden.

Dann sollen Bürger die Möglichkeit haben, ihre Einwände an eine zentrale Stelle im Rathaus zu richten. Parallel werde sich der Hauptausschuss mit der Einteilung des Konzeptes beschäftigen. Anschließend sollen an den jeweiligen Schwerpunkten Bürgerversammlungen stattfinden und danach die konkrete Umsetzung erarbeitet werden. Dieser Vorschlag stieß auf breite Zustimmung und wurde einstimmig angenommen.

Kritik an verspäteter Initiative

Dietmar Villwock, Vorstand der Bürgerinitiative „Lkw: Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“ sagte im Anschluss an die Sitzung: „Ich finde das Verkehrskonzept brauchbar und gut, dass es zeitnah nach dem Vorschlag von Sven Hoffmeister umgesetzt werden soll.“ Dem Plauer gefällt nicht, dass das Konzept mindestens zwei Jahre zu spät kommt. Außerdem kritisierte er die fehlende Sicherheitsplanung für die Bürger wie zum Beispiel fehlende Fußgängerüberwege und eine konkrete Radwegeplanung durch die Stadt.

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