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Anti-Doping bei Hansa Es kann jederzeit kontrolliert werden

Von GERI | 27.06.2018, 08:00 Uhr

Beim Fußball-Drittligisten FC Hansa befassen sich generell die ,Physios‘ mit dem Thema Anti-Doping.

“Wir bekommen zur neuen Saison immer ein Upgrade mit Broschüren von der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada – d. Red.). Wir geben sie den Spielern und lassen sie dann auch gegenzeichnen“, erklärt Tobias Hamann.

Generell seien die Spieler verpflichtet, sich alle Medikamente, die sie einnehmen, genehmigen zu lassen. „Auf der App der Nada kann man einsehen, welche Produkte frei sind und welche Chargen geprüft worden sind. Selbst bei Medikamenten, die in den vergangenen Jahren immer ,grün‘ waren, schauen wir zur Sicherheit stets nach. Letztlich sind wir dafür verantwortlich und sehr sorgfältig. Nichts wäre schlimmer, als wenn ein Spieler deswegen gesperrt wird oder es sogar einen Punktabzug gibt“, so der Physiotherapeut weiter.

Manchmal ist es schon kurios. So steht zum Beispiel Aspirin direkt auf der Dopingliste. Die anderen Präparate von Aspirin dagegen nicht. „Manchmal wären die Zuschauer im Stadion theoretisch gedopt“, so Hamann.

Die Möglichkeit, dass kontrolliert wird, bestünde bei jeder Partie. Passieren tut dies jedoch nur etwa sechsmal im Jahr. „Dennoch richten wir immer den ,Dopingraum‘ her, weil es halt ein Lotterieverfahren ist, bei dem zwei Spieler ausgelost werden“, erklärt Hamann. Es gibt auch Trainingskontrollen, bei denen mittlerweile sogar Blutproben entnommen werden. In Rostock sei dies jedoch noch nicht vorgekommen.