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Ortsbeiratsvorsitzende Ständig im Um- und Weiterbau

28.01.2016, 13:11 Uhr

Ortsbeiratsvorsitzende Anke Knitter im Gespräch

Toitenwinkel ist ein recht junger Stadtteil. Seit wann leben Sie hier?

Knitter: Ich wohne jetzt seit gut 20 Jahren in Toitenwinkel, bin aber schon 25 Jahre im Nordosten zu Hause.

Was bewegt die Einwohner des Stadtteils?

An erster Stelle steht die Ordnung. Wenn es zum Beispiel Probleme mit der Müllabfuhr gibt oder Grünflächen ungepflegt sind, wird das an uns herangetragen. Ansonsten interessieren sich die Toitenwinkler sehr für neue Bauvorhaben in ihrem Stadtteil. Wie zum Beispiel auf dem Areal des alten Stadtteil- und Begegnungszentrums (SBZ), das abgerissen werden soll. Die Bewohner möchten wissen, wie die dadurch entstehende Freifläche bebaut und genutzt wird.

Apropos SBZ: Im vergangenen Jahr wurde darüber nachgedacht, statt abzureißen dort Sozialwohnungen entstehen zu lassen.

Von dieser Idee bin ich kein Freund. Ich vertrete den Standpunkt, dass in unserem Stadtteil auch etwas Neues entstehen sollte. Denn das ist immer auch ein Zeichen dafür, dass das Umfeld stimmt und es sich lohnt, weiter darin zu investieren. Der Neubau des SBZ war so ein Schritt. Das hat eine gewisse Außenwirkung, die auch über den Stadtteil hinaus geht.

Welche Bauvorhaben stehen derzeit auf dem Plan?

Aktuell haben wir das Geschehen auf dem TEZ-Areal im Blick. Hier wurde sehr viel abgerissen, nur ein Gebäudeteil ist stehen geblieben, der auch schon wieder genutzt wird. Und im Zuge dessen wird uns das Gebäude des Netto-Marktes in der Olof-Palme-Straße beschäftigen, wenn dieser in den Neubau des TEZ gezogen ist. Auf dem frei gewordenen Areal sollen Wohnungen entstehen. Toitenwinkel befindet sich ständig im Um- und Weiterbau.

Gibt es etwas, was Sie im Moment gern weiter voranbringen würden?

Wir haben immer im Blick, dass weiterhin bezahlbarer Wohnraum entsteht. Deshalb setzen wir uns auch so für das Quartier am Hafenbahnweg ein. Es liegt im Grünen und es sind Mehrfamilienhäuser zu erschwinglichen Preisen. Wir sind aber immer noch dabei, das von der Bürgerschaft geforderte Konzept vorzulegen. Das befindet sich leider schon seit zwei Jahren in der Erstellung. Ich hoffe aber, dass wir es kurzfristig vorlegen können. Und wir wünschen uns, dass sich das Problem mit dem Gebäude des ehemaligen Edeka-Marktes, das seit Jahren leer steht, in Kürze erledigt hat. Dort sind wir mit Beharrlichkeit am Eigentümer dran.

Wo besteht für Toitenwinkel noch Nachholbedarf?

Der Einzelhandel ist noch verbesserungswürdig. Und was auf jeden Fall noch fehlt, ist schöne Gastronomie, wo man abends hingehen und eine Kleinigkeit essen kann.

Welchen Herausforderungen muss sich der Stadtteil in Zukunft stellen?

Dass auch weiterhin attraktiver Wohnungsbau entsteht, auch in Sachen Eigenheimen. Denn der Bedarf ist da. Außerdem wollen wir, dass die Menschen in Rostock bleiben und nicht ins Umland ziehen.

Gibt es weitere Wünsche?

Wir wünschen uns eine flexible Brücke über die Warnow. Einfach um auch diese beiden Teile der Stadt noch besser miteinander zu verbinden und den Nordosten dadurch auch für Rostocker von der anderen Warnowseite als Naherholungsgebiet erreichbar zu machen.