Nissan SUV : Aufpoliert und autonom

Der erneuerte Nissan X-Trail hat eine ausdrucksstarke Frontpartie bekommen.
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Der erneuerte Nissan X-Trail hat eine ausdrucksstarke Frontpartie bekommen.

Modellpflege für Nissans Erfolgs-SUV X-Trail – ProPilot-System forciert das automatisierte Fahren.

nnn.de von
30. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Zusammen mit seinem identischen US-Pendant Rogue ist der Nissan X-Trail das meistverkaufte SUV weltweit. Damit das so bleibt, hat der japanische Hersteller dem ab 25 440 Euro erhältlichen Crossover ein Facelift spendiert. Ab nächstem Frühjahr soll dann auch der ProPilot erhältlich sein: Damit hält der Nissan nicht nur bis 160 km/h auf der Autobahn automatisch den voreingestellten Abstand zum Vordermann, sondern bleibt auch in seiner Spur und bremst bei Bedarf bis zum Stillstand ab. Bei ersten Testfahrten überzeugte das System auf ganzer Linie. In dieser Preisklasse könnte Nissan mit dem ProPilot zum Vorreiter in Sachen automatisiertes Fahren werden.

Ganz autonom darf der X-Trail freilich nicht fahren. Wer jenseits der Schrittgeschwindigkeit die Hände vom Lenkrad nimmt, wird nach drei Sekunden optisch und akustisch ermahnt, wieder zum Volant zu greifen.

Bei der Modellpflege wurde außerdem die vorhandene Sicherheitsausstattung, die schon bisher Spurverlassenswarner, Einparkautomatik, Notbremsassistent und Tempolimiterkennung umfasste, aufgewertet: Die Notbremsfunktion greift nun auch ein, wenn sie Fußgänger auf der Fahrbahn erkennt, dazu kommt ein Querverkehrswarner, der Unfälle beim Rückwärtsausparken vermeiden soll.

Der X-Trail hat sich zudem optisch weiterentwickelt und wirkt um einiges stimmiger als bisher. Neu ist vor allem die Front mit überarbeitetem Kühlergrill, der nun ein größeres Chrom-V trägt, und schärfer gezeichneten Scheinwerfern, die optional auch mit LED-Technik ausgestattet werden können.

Innen hat das aus dem Kleinwagen Micra bekannte, unten abgeflachte Lenkrad Einzug gehalten und die Bedienoberfläche des Touchscreen-Infotainments wurde leicht überarbeitet. Punkte einfahren kann der X-Trail nach wie vor mit seinem großen Platzangebot; gegen Aufpreis ist weiterhin die dritte Sitzreihe erhältlich.

Gleichgeblieben ist das Motorenangebot mit einem Benziner (163 PS) und zwei Dieseln (130 und 177 PS). Das Gros der Käufer greift nach wie vor zum Zweiliter-Top-Diesel, und wer Allradantrieb und/oder Automatik haben will, kommt an den Selbstzündern auch nicht vorbei.

Abgesehen davon aber ist der Otto mit dem günstigsten Einstiegspreis eine durchaus attraktive Variante: Zwar stemmt der 1,6-Liter mit 240 Newtonmeter die wenigste Kraft von allen drei Aggregaten auf die Kurbelwelle, doch reicht die allemal, um das SUV in gefühlt recht kurzweiligen knapp zehn Sekunden auf Landstraßentempo zu bringen. 200 km/h Höchstgeschwindigkeit sind auch für die meisten Langstrecken-Ausflüge mehr als genug, und Reserven zum Überholen sind allemal vorhanden.

Für die Langstrecke eignet sich der X-Trail nicht nur seiner komfortbetonten Fahrwerks-Auslegung wegen – die einer allzu sportlichen Gangart etwas im Weg steht, sondern vor allem auch ob seiner vorbildlichen Geräuschdämmung. Der Lärm des Ottomotors wird in fast allen Situationen gut abgeschirmt, und der Klang des neuen Bose-Soundsystems lässt sich unverfälscht genießen.

Daten & Preise: Nissan X-Trail

5-türiges, 5-/7-sitziges SUV, Länge: 4,69 Meter
Breite: 1,82 Meter, Höhe: 1,70 Meter
Radstand: 2,71 Meter
Kofferraum: 135–1996 Liter

1,6 DIG-T: 1,6-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor
6-Gang-Schaltgetriebe, 120 kW/163 PS
max. Drehmoment: 240 Nm bei 2000–4000 U/min, 0-100 km/h in  9,7 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Normverbrauch: 6,2 Liter/100 Kilometer, 145  g  
CO2/km, EU6
ab 25440 Euro

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