Gerichtsurteil : Volle Konzentration bei Tempo 200

Ein kurzer Moment fehlender Aufmerksamkeit reicht bei hohen Geschwindigkeiten für einen Unfall aus. Fahrer sind daher verpflichtet, sich durch nichts ablenken zu lassen.
Ein kurzer Moment fehlender Aufmerksamkeit reicht bei hohen Geschwindigkeiten für einen Unfall aus. Fahrer sind daher verpflichtet, sich durch nichts ablenken zu lassen.

Gerade bei hohen Geschwindigkeiten ist es wichtig, sich durch nichts ablenken zu lassen. Auch nicht durch das Infotainmentsystem des Wagens. Wer dies tut, riskiert Unfälle und handelt somit grob fahrlässig.

nnn.de von
22. Juli 2019, 05:05 Uhr

Autofahrer müssen sich immer voll auf den Verkehr konzentrieren. Besonders, wenn man sich mit hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn bewegt, darf man sich nicht die kleinste Unachtsamkeit erlauben.

Wer beispielsweise mit 200 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn fährt und dabei das Infotainmentsystem des Wagens bedient, handelt grob fahrlässig.

Das entschied das Oberlandesgericht Nürnberg (Az.: 13 U 1296/17), wie die Rechtsanwaltskammer Oldenburg mitteilt.

In dem Fall ging es um den Fahrer eines Mietwagens, der mit Tempo 200 auf der Autobahn an die Mittelleitplanke fuhr. Das Fahrzeug wurde dabei stark beschädigt.

Statt auf die Straße zu achten, hatte der Mann versucht, auf dem Infotainmentsystem des Wagens Informationen abzurufen. Deshalb muss er dem Autoverleiher nun Schadenersatz zahlen: Die Richter argumentierten, sein Verhalten sei eine objektiv schwere und unentschuldbare Pflichtverletzung gewesen - und damit grob fahrlässig.

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