Geschenke zu Weihnachten : So erkennen Sie sicheres Spielzeug

Bevor das Spielzeug unterm Weihnachtsbaum für leuchtende Augen sorgt, müssen sich Eltern durch einen Dschungel an Labels kämpfen. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen und einen Experten befragt

nnn.de von
15. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Ein Spielwarenkauf beginnt in der Regel mit gesundem Menschenverstand. Dass etwa Murmeln, Perlen oder kleine Gummibälle für Kinder bis zu drei Jahren nicht geeignet sind, sollte bekannt sein. Eltern sollten sich somit zunächst an der Altersempfehlung orientieren. Gerade für sehr kleine Kinder können sonst Kleinteile enthalten sein, die beim Spielen in den Mund genommen und verschluckt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Warntexte in deutscher Sprache aufgedruckt sind – andernfalls ist unklar, wer das Produkt auf den Markt gebracht hat und woher es überhaupt kommt.

Riechen, fühlen, hören

„Schnuppern Sie ruhig schon im Laden an den Produkten. Riechen etwa Kunststoffe unangenehm oder stechend, Finger weg!“, empfiehlt Marco Hümmer vom Spielwarenhersteller Simm. Bei Kuscheltieren dürfen übrigens auch Erwachsene mal zum Probe-Knuddeln ansetzen. Kleine Teile wie Knöpfe oder Augen sollten so gut angenäht sein, dass sie sich nicht schon bei leichtem Ziehen ablösen.

Auch Fühlen kann helfen: So kann man etwa ertasten, ob die Nähte am Tier sauber verarbeitet sind. Holzspielzeug sollte man in die Hand nehmen und schauen, ob Splitter sichtbar oder scharfe Kanten verbaut sind. Auch bei Produkten aus Holz kann ein Geruchstest sinnvoll sein. Wenn der Lack stark riecht, spricht das für minderwertige Qualität und das Produkt sollte zurück ins Regal wandern.

Bei Spielwaren, die Geräusche erzeugen, lohnt es genau hinzuhören. Ist etwa das Kinderhandy oder die Spieluhr besonders laut? Dann wäre sie nichts für empfindliche Kinderohren.

Prüfsiegel beachten

Es gibt einige Pflichtangaben auf Spielzeugen, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Hierzu gehört das CE-Zeichen: Falls ein Produkt kein CE-Zeichen aufweist, darf es in Europa nicht als Spielzeug auf den Markt gebracht werden. Auch der Name des Herstellers oder Importeurs und die erwähnten Altershinweise müssen aufgedruckt sein – und das in deutscher Sprache.

Produkte mit Tüv-Label zeigen dem Kunden, dass die Fertigung des Herstellers einmal im Jahr vom Tüv getestet wird und damit von einer unabhängigen Instanz. Eltern können dann sicher sein, dass Fertigungsprozesse in puncto Qualität kontrolliert und alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Das Label Made in EU garantiert, dass in der Europäischen Union und nicht im außereuropäischen Ausland produziert wird. Zudem gibt es weitere Siegel, die den nachhaltigen Spielspaß bewerten, wie das „spiel gut“-Label, das von einem gemeinnützigen Verein, gestützt durch das Bundesfamilienministerium, vergeben wird.

Wer umweltbewusst einkaufen will, kann zudem auf das FSC-Label schauen. Das Forest Stewardship Council vergibt Label an Produkte, deren Herstellungsmaterial Holz äußerst nachhaltig genutzt wird, etwa bei Holzspielzeug oder Ökoverpackungen.

Fazit

Wer seinem Gefühl vertraut, die Spielwaren beim Kauf genau anschaut und sich an die gängigen Prüfsiegel hält, kann mit gutem Gewissen Spielzeug zu Weihnachten verschenken.

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