Online-Umfrage : „Das ist meine Familie...“

Blumen sind kein Muss, aber eine freundliche Geste: Einladungen und gegenseitige Besuche helfen dabei, das Verhältnis zu den Schwiegereltern zu entspannen.
Blumen sind kein Muss, aber eine freundliche Geste: Einladungen und gegenseitige Besuche helfen dabei, das Verhältnis zu den Schwiegereltern zu entspannen.

So ticken die Deutschen, wenn die neue Liebe den Verwandten und Freunden vorgestellt wird

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29. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Bei jeder neuen Liebe kommt irgendwann die Frage auf: Wann stelle ich meinen neuen Partner meinem Umfeld vor? Und wem zuerst? Für viele Deutsche heißt es in solch einer Situation nicht „Family first“: Knapp ein Drittel (31 Prozent) spricht mit niemandem aus der Familie über eine neue Beziehung. Dabei können Männer häufiger auf den Austausch mit den Verwandten zum eigenen Liebesleben verzichten: 35 Prozent von ihnen sehen keinen Bedarf für ein Gespräch oder Treffen, wenn es eine neue Frau an ihrer Seite gibt (Frauen: 27 Prozent). Das zeigt eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Umfrage der Online-Partnerbörse Parship unter rund 1000 Bundesbürgern. Soll die neue Liebe aber doch der Familie vorgestellt werden, sind die Eltern für die meisten Deutschen (38 Prozent) der erste Ansprechpartner. 25 Prozent vertrauen sich zunächst lieber Bruder oder Schwester an.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wann stelle ich SIE meiner Familie vor? Für die meisten Männer (36 Prozent) ist dieser Zeitpunkt gekommen, wenn man beschlossen hat, in einer festen Beziehung zu sein (Frauen: 33 Prozent). Für Frauen darf es hingegen etwas später sein: 36 Prozent sehen den perfekten Moment, wenn die Beziehung zum neuen Partner bereits gefestigt ist und eine gemeinsame Zukunft möglich scheint (Männer: 30 Prozent).

Insbesondere für die jüngere Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren ist dies der richtige Zeitpunkt: 43 Prozent sind überzeugt, dass man ein Kennenlernen mit der Familie nicht zu früh planen sollte.

Strikte Trennung

Eine gegensätzliche Meinung vertreten immerhin drei Prozent der Deutschen: Sie würden ein Treffen zwischen der neuen Liebe und der Familie bereits nach den ersten Dates organisieren, auch wenn man noch kein Paar ist. Für fünf Prozent hingegen besteht eine strikte Trennung zwischen Partnerschaft und Familie – sie schließen ein Kennenlernen zwischen Verwandten und der neuen Liebe kategorisch aus. Immerhin 15 Prozent würden den Partner – ganz pragmatisch – zu Hause vorstellen, wenn sich ein Anlass wie ein Geburtstag oder eine Familienfeier ergibt.

Frauen geben viel auf Meinung anderer

Wenn es darum geht, was andere von der neuen Beziehung halten, zählt für die meisten Deutschen (67 Prozent) die Meinung der besten Freundin / des besten Freundes. Mit 74 Prozent geben Frauen deutlich öfter etwas auf die Haltung ihrer engsten Bezugsperson als Männer (61 Prozent). Gleiches zeigt sich auch bei der Meinung der Eltern: Während für 71 Prozent der Frauen die Ansicht der Familie zählt, geben nur drei von fünf männlichen Bundesbürgern (61 Prozent) etwas auf den Standpunkt der Verwandtschaft zur neuen Liebe. Für immerhin jeden Zehnten (10 Prozent) ist auch die Meinung der Arbeitskollegen zum neuen Partner von Bedeutung.

Paartherapeut Markus Ernst findet: „In einer neuen Beziehung kommt irgendwann der Zeitpunkt, die neue Liebe dem eigenen Umfeld vorzustellen. Wann und mit wem das erste Treffen stattfindet, sollte jedes Paar individuell entscheiden. Der richtige Moment ist erst dann gekommen, wenn beide Partner auch wirklich bereit und offen dafür sind, diesen Schritt zu gehen und die jeweiligen Freunde/Familien des anderen kennenlernen wollen.“ Denn: „Nur so wird ein erstes Treffen gelingen und es kann zu einem lockeren Austausch in entspannter Atmosphäre kommen“, so der Therapeut.

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