Reality-Shows : Eltern sollten mit Kindern über Rollenbilder im TV reden

Auch die Reality-Show «Deutschland sucht den Superstar» setzt auf Inszenierung und spielt seine Bilder gerne besonders dramatisiert aus.
Auch die Reality-Show «Deutschland sucht den Superstar» setzt auf Inszenierung und spielt seine Bilder gerne besonders dramatisiert aus.

Kindern ist nicht immer klar, dass TV-Angebote wie DSDS und Dschungelcamp eine Inszenierung sind und keineswegs das echte Leben zeigen. Ab welchem Alter sind Reality-Shows geeignet und wie können Eltern einen kritischen Blick darauf vermitteln?

nnn.de von
06. Februar 2019, 12:30 Uhr

Zickenkrieg, Ekelprüfungen und schräge Typen: Darüber wird in den nächsten Wochen auch wieder auf Schulhöfen diskutiert.

Wenn im TV der Marathon mit DSDS, Dschungelcamp, Bachelor und Topmodel läuft, befürchten Eltern schlechtes Anschauungsmaterial in Bezug auf Werte, Normen und Rollenbilder. Daher sollten Kindern bis etwa Ende des Grundschulalters solche Sendungen am besten erspart bleiben, empfehlen die Pädagogen des Vereins Programmberatung für Eltern. Sie geben auf der Website flimmo.de Fernsehtipps für Eltern und Kinder.

Bei älteren Kindern sei es wichtig, einen kritischen Blick auf DSDS und Co. zu fördern. Werden der Gruppendruck und die Neugierde zu groß, können Eltern mit älteren Kindern gemeinsam eine Folge ansehen und ins Gespräch kommen und diskutieren. Nimmt man eine Sendung genau unter die Lupe, zeige sich schnell, was an DSDS und Co. fragwürdig ist. Entscheidend sei, Kindern zu vermitteln, dass diese Sendungen inszeniert sind. Sie bilden nicht das wirkliche Leben ab, so die Flimmo-Experten.

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