Gemeinsames Sorgerecht : Nach Trennung: Eltern dürfen Alltagsdinge allein entscheiden

Obwohl getrennte Eltern ein gemeinsames Sorgerecht haben, können sie Entscheidungen des täglichen Lebens ohne die Zustimmung des Ex-Partners treffen. /dpa
Obwohl getrennte Eltern ein gemeinsames Sorgerecht haben, können sie Entscheidungen des täglichen Lebens ohne die Zustimmung des Ex-Partners treffen. /dpa

Nach einer Trennung wird die Erziehung gemeinsamer Kinder schwieriger. Bei wichtigen Angelegenheiten wie Schule oder Sparbuch müssen sich die Ex-Partner vorher absprechen. In anderen Situationen ist ein Alleingang gerechtfertigt.

nnn.de von
01. Februar 2018, 12:16 Uhr

Nach einer Trennung behalten Eltern in der Regel das gemeinsame Sorgerecht. Das bedeutet aber nicht, dass sie jede Kleinigkeit erst untereinander klären müssen, erklärt die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer.

Entscheidungen des täglichen Lebens dürfen Mutter oder Vater auch alleine treffen, also ohne Zustimmung des Ex-Partners. Bei den grundlegenden Fragen müssen aber beide Eltern zustimmen - etwa wenn es um die Wahl der Schule geht oder das Kind einen Ausweis bekommen soll.

Ein alleiniges Sorgerecht erhalten Mutter oder Vater auf Antrag beim Familiengericht. Um dem anderen Elternteil das Sorgerecht gegen dessen Willen zu entziehen, muss das Kindeswohl durch das gemeinsame Sorgerecht gefährdet sein. Den Angaben nach ist das zum Beispiel der Fall, wenn es ständig Streit um das Kind gibt oder ein Elternteil zu krank ist, um seiner Verantwortung gerecht zu werden.

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