Sand und Späne : Den Pflanzen zuliebe auf Streusalz verzichten

In vielen Kommunen ist der Einsatz von Streusalz bereits verboten. Denn es schadet Tieren, Pflanzen und Gewässern. Eine umweltfreundliche Alternative ist etwa Holzspäne.
Foto:
In vielen Kommunen ist der Einsatz von Streusalz bereits verboten. Denn es schadet Tieren, Pflanzen und Gewässern. Eine umweltfreundliche Alternative ist etwa Holzspäne.

Anwohner müssen dafür sorgen, dass bei Schneefall und Straßenglätte kein Mensch zu Schaden kommt. Doch Streusalz gilt als umweltschädlich, denn es schadet Pflanzen und Tieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz rät stattdessen zu Sand und Spänen.

nnn.de von
05. Februar 2018, 11:37 Uhr

Der Umwelt und den Pflanzen im Garten zuliebe kommt bei Schnee und Glätte besser kein Streusalz zum Einsatz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt stattdessen, auf Späne zurückzugreifen.

Was ist das Problem mit Streusalz?

Streusalz ist vielerorts bereits verboten. Das regeln kommunale Satzungen. Denn Streusalze gelten als schädlich für Tiere, Pflanzen und Gewässer. Bei Tieren können sie zum Beispiel für entzündete Pfoten und Augen sorgen. Denn das übliche Streusalz besteht laut BUND hauptsächlich aus Natriumchlorid, also Kochsalz.

Inwiefern schadet Streusalz den Pflanzen?

Das Salz löst sich auf und versickert mit dem Schmelzwasser im Boden. Dort gelangt es an die Wurzeln und in die Zellen der Pflanzen. Diese können daraufhin nicht mehr ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen, der Blattaustrieb verzögert sich, Laub fällt früher ab als üblich, zählt der BUND auf. Auch kann ein geschwächter Baum eher von Pilzen und Bakterien befallen werden. Die Folge: Die Pflanze stirbt langsam. Meist werden die Schäden sogar erst im Sommer deutlich - besonders an Straßenbäumen wie Linde, Ahorn und Rosskastanie. Aber auch Heckengehölze reagieren empfindlich auf Salze.

Was sind gute Alternativen?

Es ist meist schon ausreichend, Schnee rechtzeitig vom Weg abzukehren. Gefriert der Boden aber, sind abstumpfende und rutschhemmende Mittel wie Sand, Kies, Splitt aus Steinen oder Sägespäne die Empfehlung der Umweltschützer. Holzasche aus dem eigenen Kamin eigne sich auch, allerdings könne sie rascher fortgeschwemmt werden. Kohlenasche sei aber tabu, da sie Schadstoffe enthalten kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Streumittel mit dem Umweltzeichen Der Blaue Engel kaufen. Die damit markierten Produkte sind frei von Salz und anderen umweltschädlichen Stoffen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen