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Klimabericht : Erderwärmung ist Risiko für Mensch und Tier

vom

nnn.de von
erstellt am 31.Mär.2014 | 19:10 Uhr

Es wird wärmer und das hat Folgen. Im neuen Weltklimabericht beschreiben Wissenschaftler, wie Gesellschaft und Natur unter der Erderwärmung leiden - und noch leiden werden, falls nichts passiert.

Die gute Nachricht: Noch lässt sich etwas machen.

Yokohama (dpa) - Der neue Weltklimabericht zeigt: Die Erderwärmung ist gefährlich. Um die Risiken zu beschreiben, hat der Weltklimarat so viele Daten gesammelt wie nie zuvor. Im japanischen Yokohama präsentierte er am Montag die Ergebnisse.

Was sind die Kernthesen des Weltklimaberichts? 

Der Report stellt fest, dass sich der Klimawandel schon heute beobachten lässt - und vor allem negative Folgen hat. Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt und viele Tierarten mussten sich bereits einen anderen Lebensraum suchen. Noch sei aber beeinflussbar, wie gefährlich die Klimaerwärmung für die Welt wird. Der Mensch ist nicht zum Zusehen verdammt.

Wie fällt die Prognose des Weltklimarates aus? 

Die Autoren sehen Risiken für die Umwelt, aber auch für das Zusammenleben der Menschen. Tierarten könnten wegen des Klimawandels aussterben und das Wasser in zahlreichen Regionen noch viel knapper werden. Zudem erörtert der Report das Risiko gewaltsamer Konflikte, die die Erderwärmung indirekt verursachen könnten. Der Weltklimarat prognostiziert solche Auseinandersetzungen mit einer mittleren statistischen Sicherheit.

Was kann der Mensch gegen den Klimawandel tun? 

Es wird wärmer, das steht nach Ansicht der Wissenschaftler fest.

Möglich sei aber, den Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen - und sich dann so gut es geht auf seine Folgen vorzubereiten. Der Report zählt auf, wo es schon erste Erfolge bei der Anpassung gibt.

Beispielsweise beim sorgsamen Umgang mit Wasser, der Entwicklung von Frühwarnsystemen bei gesundheitsgefährdender Hitze oder dem Anbau widerstandfähiger Pflanzenarten für eine bessere Ernte. Allerdings könne noch viel mehr getan werden. Die Forscher beklagen, das häufig nur auf die schon spürbaren Folgen der Klimawandels reagiert werde - statt auch für die Zukunft vorzusorgen.

Wer steckt hinter dem Weltklimabericht? 

Der Weltklimarat oder „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) wurde 1988 gegründet und hat mittlerweile nahezu 200 Mitgliedsländer. Bei dem in Yokohama vorgelegten Papier handelt es sich um den zweiten von insgesamt drei Teilen des fünften Weltklimaberichts. Mehr als 300 Autoren haben federführend daran mitgeschrieben, unterstützt von mehr als 2100 weiteren Fachleuten.

Tausende Studien flossen in den rund 2000 Seiten starken Bericht ein - wesentlich mehr Material, als jemals für einen solchen Report über die Klimafolgen analysiert wurde. Den abschließenden dritten Teil will der Rat am 13. April in Berlin vorlegen.

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