Kindesmissbrauch in Vorpommern-Greifswald : Jungen aus Pflegeeinrichtung missbraucht: Polizeibekannter Verdächtiger festgenommen

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Ein 33-jähriger Mann soll in einem Dorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald zwei geistig behinderte Jungen sexuell missbraucht haben.

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23. Januar 2020, 11:40 Uhr

Wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald gestern zwei Männer in Untersuchungshaft gekommen. Ein 35-Jähriger steht im Verdacht, einen zehn Jahre alten Jungen über einen längeren Zeitraum massiv missbraucht zu haben, wie die Polizei mitteilte. Er soll seine Taten gefilmt haben. Gegen den Mann wird auch wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ermittelt. Ein 33-jähriger Mann soll zwei geistig behinderte Jungen missbraucht haben. Die 12 und 13 Jahre alten Kinder lebten in einer Behinderteneinrichtung im selben Dorf wie der Tatverdächtige.

Das Amtsgericht Greifswald erließ gegen beide Männer Haftbefehle. Ob weitere Kinder betroffen sind, wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stralsund noch zu ermitteln sein. Die Namen der Orte nannte die Polizei nicht.

US-Behörden kamen auf die Spur

Dem 35-Jährigen kamen die Ermittler nach einem Hinweis von US-Behörden auf die Spur. Diese hatten einschlägiges Material im Internet entdeckt und über den Fachbereich Kinderpornografie des Bundeskriminalamtes an die Anklamer Ermittler übergeben. Im Sommer 2019 stellten Kriminalbeamte bei einer Wohnungsdurchsuchung wegen Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften Datenträger sicher.

Die Auswerter der Datenträger in München teilten den Ermittlern in Anklam Anfang dieser Woche den Verdacht mit, dass der Beschuldigte selbst ein Kind schwer sexuell missbrauchen könnte und davon eigene Aufnahmen herstellte. Das Kind und der 35-Jährige wurden laut Polizei in kurzer Zeit identifiziert. Die beiden behinderten Kinder sollen von dem 33-Jährigen in dessen Wohnung missbraucht worden sein. Er soll sie vergewaltigt haben.

Ungewöhnliches Verhalten eines Opfers

Die Vorfälle wurden entdeckt, weil den Betreuern das veränderte Verhalten eines der Jungen auffiel. Durch kindgerechtes Befragen, den Einsatz der Rechtsmedizin und kriminalpolizeiliche Ermittlungen habe sich der Verdacht erhärtet. Der 33-Jährige ist polizeibekannt. Er sei bereits elfmal wegen Vermögens- und Gewaltdelikten zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt worden, jedoch nicht wegen Sexualdelikten.  

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