Gasflaschen explodiert : A20 nach schwerem Lkw-Unfall auch am Mittwochmorgen teilweise gesperrt

Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehrleute aufgrund des begrenzten Löschwassers als äußerst schwierig.
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Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehrleute aufgrund des begrenzten Löschwassers als äußerst schwierig.

Zwei Lkw sind in den Unfall verwickelt. Einer davon hatte Gasflaschen geladen, von denen einige explodierten.

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12. Juni 2018, 18:00 Uhr

Lübeck | Nach einem schweren Verkehrsunfall am Kreuz Lübeck gibt es auch einen Tag danach am Mittwoch Verkehrseinschränkungen auf der A20. In Richtung Bad Segeberg wird der Verkehr auf der Strecke derzeit wegen Schäden im Asphalt über eine Parallelfahrbahn geleitet. Dadurch könne es in Spitzenzeiten zu Engpässen kommen, sagte Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH).

„Die oberen zwei Schichten der Fahrbahn in Richtung Bad Segeberg müssen in der Brandzone ausgetauscht werden. Dafür suchen wir aktuell einen Auftragnehmer“, so Sommerburg. Wie lange das dauere, sei derzeit nicht absehbar und abhängig davon, wie schnell ein entsprechendes Unternehmen gefunden werde.

Zu dem Unfall kam es am Dienstagnachmittag auf der A20 in Höhe des Autobahnkreuzes Lübeck. Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt. Die Feuerwehr Lübeck wurde am Dienstag gegen 15.14 Uhr alarmiert. Aus Rostock kommend fuhr ein Lkw in Fahrtrichtung Lübeck in Höhe der Autobahnabfahrt der A1 auf ein Baustellenende auf und kollidierte dort mit einem Absicherungsfahrzeug und einem Baustellenfahrzeug der dort beschäftigten Fahrbahnmarkierungsfirma. Durch den Aufprall wurde der Lkw mit den Gasflaschen gegen die Mittelleitplanke geschleudert und fing laut Polizei sofort Feuer.

Die Autobahn wurde nach dem schweren Unfall in beide Richtungen gesperrt.
Foto: Holger Kröger

Die Autobahn wurde nach dem schweren Unfall in beide Richtungen gesperrt.

Alle drei beteiligten Fahrzeuge gerieten in Brand. Ein Ersthelfer befreite den schwer verletzten Baustellenmitarbeiter sowie den Lkw-Fahrer aus ihren Fahrzeugen und brachte sie aus der Gefahrenzone, wo diese durch die anrückenden Einsatzkräfte medizinisch versorgt wurden.

Ein Patient erlitt schwere Brandverletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in die Lübecker Uniklink geflogen werden. Der zweite Verletzte wurde in die Sana-Klinik in Lübeck gebracht.

Parallel versuchte die angerückte Feuerwehr den Brand zu löschen. Dies gestaltete sich aufgrund des begrenzten Löschwassers als äußert schwierig. Durch das Einrichten eines Pendelverkehrs mit Unterstützung der angrenzenden Freiwilligen Feuerwehren Hamberge und Reinfeld wurden das Feuer auf der Autobahn und der drohende Böschungsbrand bekämpft.

Die A20 war in beide Richtungen voll gesperrt worden, in Richtung Osten wurde sie am Abend wieder freigegeben. In Richtung Bad Segeberg war sie in der Nacht zu Mittwoch wieder einspurig befahrbar.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte etwa drei Stunden. Neben den Feuerwehren aus den Nachbarkreisen waren die Freiwillige Feuerwehr Padelügge Buntekuh, die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt sowie die Berufsfeuerwehr Lübeck mit insgesamt 60 Brandschutzkräften und 20 Rettungsdienstkräften im Einsatz.

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