Wismar : Falscher Microsoft-Mitarbeiter versucht Geld zu ergaunern

Vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter gaukelt Viren-Befall vor. Die Polizei warnt

nnn.de von
08. November 2018, 14:45 Uhr

Erst vor zwei Wochen meldete die Polizei Wismar mehrere Fälle von Enkeltrickerbetrügern. Dienstag kam es zu einer neuen Betrugsmasche: Ein vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter rief eine 65-Jährige aus Wismar  an und sagte, dass ihr Computer von Viren befallen sei und er Abhilfe schaffen könne. Der Betrüger überredete die Frau, eine Fernwartungssoftware aus dem Internet zu installieren. Als dies erfolgt war, hatte der Kriminelle die Kontrolle über den Rechner seines Opfers und präsentierte eine Übersicht, dass der Computer von Viren befallen sei. Dies machte den Anrufer glaubwürdig. Dann  übersandte die Frau Tan-Nummern sowie eine elektronische Kopie des Personalausweises an den Täter. Am Folgetag fehlten über 1000 Euro auf ihrem Konto. 

 Die Polizei rät, misstraurisch zu sein, sollte  ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter ohne erkennbaren Anlass anrufen. Am besten das Gespräch sofort beenden und keine persönlichen Daten durchgegeben. Wichtig ist, keinem Fremden den Zugriff auf den eigenen Computer ermöglichen. Wurde  auf Geheiß des vermeintlichen Mitarbeiters bereits Software  installiert, sollte das Gerät sofort vom Internet getrennt und  von einem Experten überprüft werden. Gegebenenfalls Bank informieren,  das Online-Banking sperren oder die Zugangsdaten ändern lassen.

Diese Betrugsform ist neu. Die Polizei Wismar verzeichnete im Oktober 30 Fälle im Landkreis, darunter falsche Polizisten, Bankmitarbeiter, und Enkel sowie Betrüge mit Gewinnversprechen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen