Corona-Verdacht im Nachbarkreis

Gesamtschule und Reitinternate in Neustadt/Dosse geschlossen /

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08. März 2020, 14:31 Uhr

Weil Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt (Dosse) Kontakt zu einer auf den Coronavirus positiv getesteten Berlinerin hatten, sind Einrichtungen vorsorglich geschlossen worden.

Das teilten das Gesundheitsamt und der Landkreis (Ostprignitz-Ruppin) am Sonntag mit. Demnach handelt es sich um die Prinz-von-Homburg-Schule mit angeschlossener Grundschule sowie der Förderschule. Auch zwei Reitinternate bleiben bis einschließlich 17. März geschlossen. Die Schulen werden von 730 Schülern aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region besucht. Die Gesamtschule bietet nach eigenen Angaben seit 2001 Reiten als Unterrichtsfach an.

Insgesamt 19 Personen hätten längeren Kontakt mit der infizierten Berlinerin gehabt, sagte Amtsärztin Dagmar Sissolak am Sonntag. Bei ihnen sei die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung gegeben. All diese Personen seien bereits auf das Coronavirus getestet worden. Dafür habe das Klinikum in Kyritz Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Die Testergebnisse werden für diesen Montag erwartet. Bei einer bereits eingerichteten Hotline des Landkreises wird die Zahl der Mitarbeiter noch einmal verstärkt. Dort könne jeder anrufen, der Fragen zum Umgang mit Maßnahmen zum Gesundheitsschutz habe.

Anfang März hatten den Angaben zufolge drei Mitarbeiter des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts in einer Beratung im Neustädter Internat Kontakt zu einer auf den Erreger Sars-CoV-2 - der die Krankheit Covid-19 auslöst - positiv getesteten Teilnehmerin aus Berlin. An dieser Beratung hatten unter anderem auch einige Lehrer der Prinz-von-Homburg-Schule und eine Mitarbeiterin des Amtes Neustadt teilgenommen. Alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule sowie die Lehrer und weitere Mitarbeiter sowie ihre Familien haben sich auf Anweisung des Gesundheitsamtes in häusliche Isolation begeben. Sie sollen den Kontakt zur Außenwelt meiden, bis die Inkubationszeit vorbei sei.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes erfolgten die Schul- und Internatsschließungen vorsorglich, um das Risiko von potenziellen Folgeinfektionen so gering wie möglich zu halten. „Wir wollen keine Panik schüren, wir wollen nur sicherstellen, dass es keine Ausweitung der Übertragung gibt“, sagte Sissolak.

Das Gesundheitsministerium in Potsdam spricht von vier bestätigten Corona-Fällen in Brandenburg. In der Prignitz gibt es demnach noch keinen. Seiten 4 und 17

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