Kultur oder Wirtschaft nach Cottbus? : Ministeriumsumzug bleibt umstritten

Finanzminister Christian Görke (Linke) besichtigte gestern das Areal des Cottbuser Behördenzentrum, einem möglichen künftigen Standort für das Wissenschaftsministerium.
Finanzminister Christian Görke (Linke) besichtigte gestern das Areal des Cottbuser Behördenzentrum, einem möglichen künftigen Standort für das Wissenschaftsministerium.

Grüne sehen Zusammenwirken von Landtag und Regierung gefördert /Kritik auch aus Reihen der SPD

nnn.de von
18. April 2019, 05:00 Uhr

Potsdam | Die Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses im Landtag, Marie Luise von Halem, hält den geplanten Umzug des Wissenschaftsministeriums für falsch. „Ich glaube nicht, dass es der Arbeitsfähigkeit des Ministeriums zuträglich ist, das Ministerium an das andere Ende des Landes zu verlegen“, sagte die Grünen-Abgeordnete gestern in Potsdam. Das Zwischenspiel zwischen Parlament und Regierung könnte dadurch behindert werden, warnte von Halem. Sie sehe auch keine Aufwertung der Lausitz mit einem Umzug des Ministeriums.

Das Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mit 150 Mitarbeitern nach Cottbus zu verlegen. Ein Neubau könnte nach den Plänen etwa ab 2023 bereitstehen. Ein Grund der Verlegung ist das Ziel, die Lausitz zu stärken, die der geplante Kohleausstieg hart trifft.

Die Entscheidung stieß auch in eigenen Reihen auf Kritik. Die SPD-Landtagsabgeordnete Klara Geywitz hält den Umzug nicht für nachvollziehbar, da Potsdam der mit Abstand größte Wissenschafts- und Kulturstandort im Land sei. Sie erachte es wie Potsdams SPD-Oberbürgermeister Mike Schubert als sinnvoller, das Wirtschafts- und Energieministerium nach Cottbus zu verlegen.

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