Beelitz : Offizieller Start in die Spargelsaison

Ein Arbeiter sticht auf einem Spargelfeld nahe Luckenwalde den ersten Spargel der Saison.
Ein Arbeiter sticht auf einem Spargelfeld nahe Luckenwalde den ersten Spargel der Saison.

Warmes Wetter stimmt die Bauern zuversichtlich. Wer Bio-Qualität möchte, muss sich allerdings noch ein paar Tage gedulden

nnn.de von
08. April 2019, 09:28 Uhr

Spargelbauern in Brandenburg erwarten den offiziellen Start der Spargelzeit heute in Beelitz. Dann wird das Gemüse wieder richtig geerntet.

„Dank des schönen Wetters ist schon reichlich Spargel gefunden worden“, sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins. Bereits seit rund zwei Wochen wird Spargel auf Brandenburger Feldern wieder aus der Erde geholt. 10 Euro soll das Kilogramm ab dem offiziellen Saisonstart kosten. Anschließend soll es umso preiswerter werden – je größer das Angebot ist, sagte Jakobs.

Wer Bio-Spargel auf dem Teller haben möchte, der muss sich allerdings noch ein wenig gedulden. Kirstin Schulze vom Demeter-Hof Havelsee „Bosparagus“ im Ortsteil Briest (Potsdam-Mittelmark) beginnt erst kurz vor Ostern mit der Ernte. So lange brauche der Spargel noch, der ohne Folie und chemischen Dünger wachse. „Es geht uns darum, die Natur in ihrem Wachstum zu unterstützen“, sagte Schulze. Ohne die Folie sei der Boden belebter und somit gesünder. Damit die Stängel, nachdem sie aus der Erde heraus gucken, keine Photosynthese betreiben, müssten die Spargel zweimal täglich gestochen werden.

Zehn Hektar ist das Spargelfeld in Briest groß. Die Familie verkauft die Stangen nur am Hof oder beliefert Restaurants. Kunden kämen aus der Region und aus der Hauptstadt. Das Kilo koste – je nach Qualität – vier bis 12 Euro. Denn dass Spargel ohne Folie wächst, ist bislang noch eher selten.

Neben dem Demeter-Hof in Briest bauen in Brandenburg noch die Märkischen Höfe Beelitz Spargel ohne Folie an. Wie viele Hektar das folienlose Feld umfasst, dazu wollte der Betrieb keine Angaben machen. Mit der Ernte des Freiluft-Spargels soll Mitte April begonnen werden. „Wir hoffen, dass wir unseren Kunden zu Ostern den Spargel anbieten können“, sagte Björn Galetzki vom Vertrieb.

Brandenburg steht bei der Anbaufläche mit 3800 Hektar auf Platz 3 der Bundesländer. Rund 1700 Hektar gehören davon zum Beelitzer Gebiet. Im Vorjahr hat die Europäische Kommission den Beelitzer Spargel in die Liste der geschützten europäischen Produkte aufgenommen.

Traditionell wird der Spargel bis zum Johannistag am 24. Juni geerntet.

Anna Kristina Bückmann

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